PSV-Kapitän Pascal Zander über den Trainerwechsel: „Es hat nicht mehr zusammengepasst“

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Andre Kracker ist seit vergangenen Dienstag nicht mehr Trainer in Bork. Wir haben mit PSV-Kapitän Pascal Zander über die Gründe für den Trainerwechsel gesprochen und wie es nun weitergeht.

von Carl Brose

Bork

, 13.11.2019, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter dem PSV Bork liegen unruhige Tage. Am vergangenen Dienstag verkündete der Verein die Trennung von Trainer André Kracker, mit Marco Logemann steht auch sein Nachfolger bereits fest. Für Pascal Zander, Kapitän der Borker Mannschaft, kam der Trainerwechsel überraschend. Im Interview erklärt er, warum sie das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer verändert hat und was der PSV jetzt benötigt.

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Wie haben Sie davon erfahren, dass André Kracker nicht mehr Trainer beim PSV Bork ist?

Der Vorstand hat uns zum ersten Mal in unserer mannschaftsinternen WhatsApp-Gruppe darüber informiert, dass Andre nicht mehr unser Trainer ist. So sollte darauf geachtet werden, dass das innerhalb der Mannschaft bleibt. Am nächsten Tag gab es dann ein Treffen, wo die Entscheidung näher besprochen wurde.


Was haben Sie sich gedacht, als Sie die Nachricht gelesen haben?

Ich war ziemlich überrascht, weil es dann doch sehr schnell ging. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass sich in der Winterpause zusammen gesetzt und die Situation dann beurteilt wird. Wir sind aktuell in einem Umbruch. Ich hätte selber gedacht, dass alle Beteiligten in dieser Phase noch etwas mehr Zeit bekommen. Jetzt war es aber doch nicht so.

Können Sie die Entscheidung denn nachvollziehen?

Andre ist auf den Fall ein Supertrainer, davon bin ich immer noch überzeugt. Aber wie jeder Trainer hat auch er seine Vor- und Nachteile. Er war immer mit Leidenschaft und Herzblut dabei, so viel ist sicher. Man konnte ihn immer anrufen, wenn es was zu besprechen gab, sogar nachts um vier Uhr. Irgendwann hat es dann aber nicht mehr zusammengepasst, zwischen ihm und der Mannschaft.

Wie kam es dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer gewandelt hat?

Ich denke, es hatte auch mit der teilweise fehlenden Einstellung in der Mannschaft zu tun. Andre ist mit einem relativ hohen Anspruch nach Bork gekommen. Er und auch wir als Mannschaft wollten viel. Für uns war eigentlich klar, dass wir am liebsten direkt wieder aufsteigen wollen. Auch wenn das vom Vorstand nie so gefordert wurde. Dann haben wir aber irgendwann festgestellt, dass wir noch nicht bereit dafür sind. Im Anschluss sind dann viele Dinge zusammengekommen, wodurch die Stimmung in der Mannschaft schlechter wurde, zum Beispiel auch die großen Verletzungsprobleme.

Mit Marco Logemann steht der Nachfolger bereits fest. Was braucht die Mannschaft jetzt, um wieder in die Spur zu kommen?

Für uns geht es jetzt darum, wieder als Mannschaft zusammenzuwachsen und wieder eine bessere Stimmung in die Truppe zu bekommen. Ich denke, wir können alle gut kicken, aber jetzt müssen wir das auch als ganze Mannschaft wieder auf den Platz bringen. Wir müssen uns Sonntag zusammen den Arsch aufreißen, egal welcher Tabellenplatz am Ende rausspringt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Logemann der richtige Mann dafür ist. Er ist ein Motivator und weiß, woran er pfeilen muss, wenn es bei einer Mannschaft nicht läuft.

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