„Schlepper“, „Lakritzstange“ und „Schildkröte“: Die lustigsten Spitznamen der Fußballer

hzFußball

Während die SG Selm gefühlt jedem Spieler einen Spitznamen mitgibt, wissen die Cappenberger gar nicht, wo die ganzen Namen herkommen. Hier eine Auswahl der besten Kosenamen.

von Nico Ebmeier

Selm, Nordkirchen

, 04.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Dass man in Fußballmannschaften genau aufpassen sollte, was man macht, ist hinreichend bekannt. Meistens gibt es von den Mannschaftskollegen sofort die Quittung in Form eines witzigen Spitznamens. Die Fußballer aus Selm, Bork, Cappenberg, und Nordkirchen haben uns nun Mal erklärt, woher die Spitznamen ihrer Mitspieler kommen.

GS Cappenberg

Robin „Sensor“ Selbstaedt: Warum der Cappenberger so genannt wird, weiß wohl nur er selbst. Sowohl Kollege Tim Jesella als auch Trainer Pascal Harder haben keine Ahnung, woher der Spitzname kommt.

Jonas „Schlepper“ Osterkemper: Und auch bei Osterkemper sind sich die beiden unsicher. „Er kam mit diesem Namen schon aus Werne und wir haben ihn einfach auch so genannt“, sagt Harder. Der Schlepper selbst sagt dazu: „Ja, das ist eine Geschichte, die nicht unbedingt an die Öffentlichkeit muss.“

Tim „Ashton“ Jesella: Jesella selbst wird zeitweise in Anlehnung an „Two and a half man“-Star Ashton Kutcher auch Ashton genannt. „Er hat durchaus eine ähnliche Frisur und kommt auch immer recht hübsch angezogen zum Training“, sagt Coach Pascal Harder.

Tim Jesella soll Ashton Kutcher ähnlich sehen. Naja, die Frisur stimmt.

Tim Jesella soll Ashton Kutcher ähnlich sehen. Naja, die Frisur stimmt. © Goldstein


PSV Bork

Rene „Ziegenpeters“ Peters: Zugegeben, der Name ist nicht allzu kreativ. Trotzdem ist, dass der Borker Torwart Ähnlichkeiten Peter aus dem Kinder-Film „Heidi“ hat, ein Grund, in dieser Liste aufzutauchen.

Julian „Götze“ Köppeler: „Er meint immer, er sei Mario Götze und spielt im Training oft No-Look-Pässe. Deshalb haben wir ihn irgendwann einfach auch Götze getauft“, sagt Spieler-Kollege Pascal Zander.

Samni „Lakritzstange“ Ojo: Der zukünftige Borker Trainer hat sogar gleich zwei Spitznamen in seiner Mannschaft. „Er hat so dünne Beine und Arme, da passt der Name einfach“, sagt Zander. Zusätzlich wird Ojo in PSV-Kreisen gerne „Balladen-Sänger“ getauft, denn: „Wir sagen immer als Strafe müsse man mit ihm duschen, denn dort singt er immer und das ist wirklich grausam.“

SG Selm

Marc „Maschine“ Westrup: Dass man aufpassen muss, was man der Zeitung sagt, bekam SG-Jungspund Marc Westrup zu spüren. In einem RN-Interview sagt Westrup, dass er eine „Maschine“ sei. Seine Mannschaftskollegen nahmen diese Vorlage dankend an und nennen den Stürmer nun immer so.

Basanan „Bisasam“ Tarhan: Auch, wenn er nicht viel mit Pokémon am Hut hat, wurde Tarhan Basanan von seiner Mannschaft nach dem kleinen, grünen Monsterchen benannt. Der Grund ist einfach: Die Namen hören sich schnell gesprochen sehr ähnlich an.

Das Pokémon Bisasam (grün) war wegen seiner Namensähnlichkeit der Grund, Bananan Tarhan von der SG Selm einen Spitznamen zu verpassen.

Das Pokémon Bisasam (grün) war wegen seiner Namensähnlichkeit der Grund, Bananan Tarhan von der SG Selm einen Spitznamen zu verpassen. © picture alliance / dpa

Paul „Schildkröte“ Ulrich: Zwei Mal schon brach sich der Selmer Kapitän seine Nase und deshalb zieht er gerne in Kopfballduellen seinen Schädel ein. Für seine Mitspieler hatte das irgendwann Ähnlichkeit mit einer Schildkröte.

Marius „Franky“ May: Der Spitzname von Marius May ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell diese entstehen können. „Er ist irgendwann mal wie Frankenstein rumgelaufen und danach haben wir ihn deshalb Franky genannt“, erklärt Paul Ulrich.

Mirco „Abou“ Kämper: Schon vor zehn Jahren wurde Marco Kämper nach dem Familienclan Abou-Chakar benannt. „Ex-Spieler Manuel Göke sagte damals irgendwann, Mirco sei der letzte Gangster aus Selm und so ist der Name entstanden“, erklärt Kapitän Ulrich.

FC Nordkirchen

Florian „Karibik“ Fricke: Als der heutige Nordkirchen-Kapitän noch in Erkenschwick gespielt hatte, war er eines Sommers im Urlaub in der Karibik. Allerdings wusste keiner genau, wo er sich befindet.

Daniel „Hugo Dahoud“ Eroglu: Daniel Eroglu ist beim Bezirksligisten für seine tollkühnen Passideen im Mittelfeld bekannt. Das erinnerte seine Mitspieler an den Dortmunder Mo Dahoud und so entstand der Spitzname.

Robin „Tripolovski“ Schwick: „Er kleidet sich manchmal etwas polnisch“, erklärt Mannschaftskamerad Nils Venneker. So einfach kann es manchmal zu Kosenamen kommen.

Nils „Schweinebauer“ Venneker: Dass der Abwehrchef neben dem Fußballplatz im heimischen Viehhandel arbeitet, ist allgemein bekannt. Auch deshalb wurde sein Spitzname einfach seinem Beruf angepasst.

Daniel „Mozart“ Krüger: Ob der Nordkirchener Stürmer und der Wolfgang Amadeus Mozart tatsächlich Ähnlichkeiten zeigen, sei mal dahingestellt. Für die Nordkirchener Kollegen scheinen die Lockenfrisuren aber nahezu gleich auszusehen und so wurde er kurzum „Mozart“ getauft.

Daniel Krüger, Torjäger des FC Nordkirchen, nennen sie in Nordkirchen gerne „Mozart“.

Daniel Krüger, Torjäger des FC Nordkirchen, nennen sie in Nordkirchen gerne „Mozart“. © Sebastian Reith

Lesen Sie jetzt