Sebastian Kramziks trauriger Abschied aus Bork: „Mir fehlen noch die Worte“

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Sebastian Kramzik verlässt den PSV als Kapitän der Abstiegsmannschaft. Am Tag nach dem Abstieg war er immer noch geknickt. Das Aus kam für Bork doch schneller, als alle gedacht hatten.

Bork

, 27.05.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sebastian Kramzik ist am Sonntag mit dem PSV Bork aus der Fußball-Kreisliga A abgestiegen. Der 27-jährige Angreifer hatte den PSV mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 im Spiel gehalten. Sportredakteur Sebastian Reith sprach mit dem Borker, der nach Ablauf der Saison nach Vinnum in die zweite Mannschaft wechseln soll.

Herr Kramzik, wie war die Stimmung bei der Saisonabschlussfeier am Sonntagabend?

Nicht so schön. Mir fehlen auch noch die Worte. Ich habe den Abstieg noch nicht verarbeitet.

Man hatte den Eindruck, dass der doch plötzliche Abstieg ein Schock war.

Das war es. Ich persönlich war fest davon ausgegangen, dass wir unabhängig von Cappenberg mindestens einen Punkt in Bausenhagen holen. Es war für mich klar, dass wir nächsten Sonntag eine Relegation spielen.

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Hat sich Ihre Mannschaft zu sicher gefühlt?

Glaube ich nicht. Wir wussten, dass wir etwas holen müssen, und wollten das auch.

Ihr Trainer Markus Kuhn hat die Trainingsbeteiligung kritisiert - für Sie zurecht?

Ja, auf jeden Fall. Man hat gerade Mitte der zweiten Halbzeit gemerkt, dass die Körner gefehlt haben.

Sebastian Kramziks trauriger Abschied aus Bork: „Mir fehlen noch die Worte“

Sebastian Kramzik (l.) hatte mit dem zwischenzeitlichen 1:1 für Hoffnung gesorgt. Es war Kramziks letztes Tor im grün-weißen PSV-Dress. Und das letzte Borker Saisontor. © Sebastian Reith

Wie waren die Trainingsbedingungen für den Übungsleiter?

Ich sage mal so: In der Hinrunde sah es noch gut aus. Dann fingen die Probleme an. Wir hatten einige Verletzte und einfach zu wenige Leute, damit Markus etwas einstudieren konnte. Da kannst du als Trainer nichts machen. Das ist ätzend. Und wo soll es herkommen, wenn man nicht trainiert?

Ist der Abstieg und ein Neuanfang nicht der richtige Weg?

Vielleicht ist es richtig, den Neuanfang in der B-Liga zu machen. Als Spieler will man aber nicht absteigen. Wenn wir dringeblieben wären, wäre es aber wohl wieder so eine Saison geworden. Es gibt ja auch einige Abgänge.

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Was für ein Fazit ziehen Sie nach zwei Jahren beim PSV?

Geplant war es sicherlich anders. Nach der Meistersaison sind wir mit anderen Erwartungen an die Saison gegangen.

Wären Sie auch beim PSV geblieben, wenn Markus Kuhn nicht in den Damenbereich gewechselt wäre?

(Pustet laut), Ähm, schwierig! Eher nicht. Ich habe die Entscheidung nicht von ihm abhängig gemacht, sondern von der Gesundheit.

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