Selmer Nachwuchs ermittelt seine Meister

Boxen

Monatelang haben sich Lennard Bendowski, Ben Flögel, Max Kriek und Louis Dunkel auf diesen Moment vorbereitet. Dann durften sie ihr Können zeigen - bei den Vereinsmeisterschaften des Boxteams Selm.

SELM

18.08.2015, 15:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von den zehn bis zwölf Kindern, die regelmäßig das Kinderboxen des Boxteams besuchen, haben die Jungs im Alter zwischen sieben und neun Jahren große Fortschritte gemacht. Die Trainer Fabian Stumpe und Vanessa Weimann und vor allem die Nachwuchs-Boxer waren stolz, den Eltern und den Mitgliedern im Rahmen der Vereinsmeisterschaft ihr Können zu präsentieren.

Nach dem offiziellen Wiegen und der obligatorischen Untersuchung durch Ringarzt Frank Vorspohl trafen im ersten Gefecht des Tages Ben Flögel und Lennard Bendowski aufeinander. Nach einer abwartenden ersten Runde nahm der Kampf immer weiter Fahrt auf. Die beiden zeigten den begeisterten Zuschauern hervorragendes Boxen aus der langen Distanz. Die beiden gaben sich keine Blöße und ließen sich gegenseitig keinen Raum für eine Dominanz des jeweils anderen. Punkt um Punkt wechselte im Laufe des Kampfes die Seite. Am Ende waren es Nuancen, die den Kampf entschieden. Die Punktrichter sahen letztlich Lennard Bendowski knapp im Vorteil.

Im zweiten Kampf bekam Max Kriek mit Louis Dunkel einen sehr offensiven Kämpfer vor die Fäuste. Dunkel machte von Anfang an mächtig Druck, der jedoch oft im "luftleeren Raum" endete. Kriek ließ viele Angriffe durch seine bessere Beinarbeit ins Leere laufen. Beide Kämpfer gingen hohes Tempo und schenkten sich nichts. In der dritten Runde mussten die Kontrahenten der Intensität aber Tribut zollen, und der Kampf wurde unsauber. Ringrichter Ingo Milas, der auch Trainer und Vorsitzender des Boxteams ist, musste den Kampf mehrfach unterbrechen und die Kontrahenten ermahnen.

Beflügelt durch die Anfeuerungen der Zuschauer brachten die beiden "Hitzköpfe" aber den Kampf noch fair und sauber über die Bühne. Auch in diesem Kampf konnten die Punktrichter Wolfgang Schlinke und Arthur Gräf nur einen hauchdünnen Vorsprung ausmachen. Mit einem knappen Vorsprung hatte Louis Dunkel die Nase vorne.

Bei der Vereinsmeisterschaft der Kids gibt es aber nur offizielle Gewinner, sodass jeder Kämpfer mit einer Medaille und einer Urkunde belohnt wurde. Das Malzbier nach dem Kampf und die Verköstigung beim anschließenden Sommerfest schmeckte den Kämpfern dann gleich doppelt so gut.

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