SG Selm verliert nicht nur das Spiel, sondern auch Paul Ulrich: So lange fehlt der Kapitän

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Die Euphorie der starken Aufstiegssaison - sie ist bei der SG Selm allmählich versiegt. Jetzt fehlt auch noch Kapitän Paul Ulrich. Ausgerechnet vor einer äußerst undankbaren Auswärtsaufgabe.

von Marcel Schürmann

Selm

, 28.10.2019, 13:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußball-Kreisliga-A-Aufsteiger der SG Selm haben nach ihrem gelungenen Saisonstart in den vergangenen Wochen eine erste Schwächephase erlebt. Zuletzt hagelte es drei Niederlagen in Folge - auch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion. Die SG rutschte dadurch von Rang sechs auf neun zurück.

Besonders ärgerlich: Am Sonntag bei der späten 0:2-Heimniederlage gegen den SC Nienberge schied auch noch Kapitän Paul Ulrich in der 86. Minute aus - wegen einer Notbremse. „Es war ein normaler Zweikampf um den Ball. Paul trifft den Ball und gleichzeitig den Gegner. Es war aber sehr viel Ball im Spiel. Wenn der Schiedsrichter pfeift, bleibt ihm nichts anderes übrig, als Rot zu zeigen“, teilte Selms Co-Trainer Tobias Lütjann die Entscheidung des Referees nicht zu einhundert Prozent.

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Erst nach dem Platzverweis kassierte die SG noch die zwei Gegentore, die die 0:2-Niederlage besiegelten. „Es lag aber nicht daran, dass wir in Unterzahl waren. Wir hatten ja selbst noch einen Konter, den wir zum 1:0 hätten nutzen können. Stattdessen sind wir kurz später zu unachtsam hinten rausgerückt und kassieren das 0:1 und eine Minute später mit dem Schlusspfiff das 0:2“, sagte Lütjann.

Nach dem Spiel erkundigte sich der Co-Trainer beim Schiedsrichter, wie lang die Sperre ausfallen werde. „Er hat es so eingetragen, dass es nur das Mindeststrafmaß von zwei Wochen gibt“, bleibt der Schaden für Ulrich und die SG wohl so gering wie möglich. Dennoch: Gerade vor der nächsten schwierigen Auswärtspartie ist die Sperre des Kapitäns alles andere als optimal: Am kommenden Sonntag, 3. November, geht es für die SG zum Spitzenreiter SV Bösensell, der in all seinen fünf Heimspielen bislang als Sieger vom Platz ging.

Lütjann: „Undankbare Aufgabe“

„Es gibt dankbare und undankbare Aufgaben. Für uns gilt es jetzt, aus dieser undankbaren Aufgabe eine dankbare zu machen“, sieht sich Lütjann für das Spiel als klaren Underdog. „Wir werden aber auf jeden Fall unser Bestes geben und versuchen, zurück in die Erfolgsspur zu kommen.“

Generell sei Lütjanns Team nach zwölf gespielten Spielen „immer noch im Soll“. Für die kommenden Aufgaben gilt es, „wieder an die Euphorie aus der Vorsaison anzuknüpfen und nicht die negativen Ergebnisse im Kopf zu behalten.“

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