„Sie hebt das Niveau im Team“: PSV Bork-Trainer über Landesliga-Spielerin Malina Hermes

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Im August 2019 hat Fußballerin Malina Hermes beim PSV Bork ihre neue Fußballheimat gefunden. Den spontanen Wechsel hat sie in den vergangenen sechs Monaten in keiner Weise bereut.

Bork

, 08.01.2020, 13:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Fußballerin Malina Hermes war es im vergangenen Jahr ein Wechsel auf den letzten Drücker. Kurz vor dem Saisonstart im August lief die 25-Jährige sehr spontan beim PSV Bork auf und kehrte ihrem altem Verein, dem TuS Niederaden, den Rücken. Die dortige Damenmannschaft trat nämlich aufgrund von Spielerinnenmangel nicht mehr in der neuen Saison der Landesliga an.

Sechs Monate liegen nun hinter Hermes beim Bezirksligisten Bork. Bereut hat sie diese Entscheidung in keinem Moment: „Das hat sofort geklappt im neuen Team. Und auch mit dem Trainer komme ich gut klar.“ Da sie nicht der einzige Neuzugang in der Frauenmannschaft war, hatte die Mittelfeldspielerin auch keine Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden. Einige sind aus der Jugend hochgekommen, andere wechselten ganz neu zum PSV Bork. Hermes war im August dann die letzte neue Spielerin.

Niedrigere Liga, gleiche Motivation

Dass die 25-Jährige nun nicht mehr in der Landes-, sondern in der Bezirksliga spielt, ist für sie bisher kaum präsent. Und ihre Motivation hat es in keiner Weise geschmälert. „Wir sind trotzdem eine sehr starke Mannschaft mit viel Potenzial.“ Wehmut will da erst recht nicht aufkommen. „Ich habe sofort gesagt, dass mir die Liga egal ist.“ Diese Meinung teilten nicht alle ihrer alten Teamkameradinnen vom TuS Niederaden. „Da wollten schon viele in der Landesliga bleiben“, erklärt sie.

Hermes Wahl auf den Bezirksligisten fiel aber relativ schnell. Sie hat sich zwar noch andere Vereine angeschaut, fühlte sich aber beim PSV Bork am wohlsten. Die Nähe zur ihrem Wohnort Lünen spielte dabei auch eine gewisse Rolle. Nun braucht sie nur noch fünf Minuten zum Training. Mit dem Wechsel in die neue Team lernt sie auch einen anderen Umgang kennen. „Hier in Bork wird die Damenmannschaft mehr anerkannt. Und unter den Spielerinnen gibt es keine Gruppenbildung.“

Niveau in der Mannschaft angehoben

Trainer Markus Kuhn (53) hat relativ schnell gemerkt, dass Helmes aus der höheren Liga kommt und eine sehr erfahrenen Spielerin ist. „In vielen Aktionen fordert sie die Bälle, setzt Akzente und verfällt nicht in Hektik.“ Auch das Zusammenspiel in der Abwehr mit Aliecia Kemmler und mit den anderen jungen Frauen passt zur Zeit. „Sie ist nicht umsonst eine Führungsspielerin beim PSV Bork“, erklärt Kuhn. Das gute Niveau im Team habe sie durch ihren Einsatz noch einmal angehoben.

Auch für die gesamte Mannschaft findet Kuhn nur lobende Worte. „Das macht wirklich Spaß mit der jungen Truppe.“ Ein paar mehr Zähler hätte er sich für Bork trotzdem gerne in der Tabelle gewünscht. Das sieht Helmes ähnlich. „Wir stehen zurecht da oben auf Platz sechs, doch wir haben ärgerliche Punkte liegen lassen.“ In der Rückrunde will sie sich mit ihrem Team von einer noch besseren Seite zeigen. Und in der nächsten Saison sowieso. „Wenn sich die Mannschaft ein Jahr lang eingespielt hat, könnte sich die Leistung nochmal steigern.“ Denn Stand jetzt bleiben die meisten Spielerinnen auch in der kommenden Saison beim PSV Bork.

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