Spaß, Action und Bier zum Vatertag sind angesagt beim Grasbahnrennen am Westfalenring

Grasbahnrennen Lüdinghausen

Am Himmelfahrtstag, 30. Mai, steigt in Lüdinghausen bereits zum 80. Mal das traditionelle Grasbahnrennen auf dem Westfalenring.

Selm

29.05.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spaß, Action und Bier zum Vatertag sind angesagt beim Grasbahnrennen am Westfalenring

Auch in diesem Jahr wird am Vatertag am Westfalenring in Lüdinghausen wieder mächtig was los sein. Das Internationale ADAC-Grasbahnrennen geht in die 80. Auflage. © Weitzel

Wer den Langbahnsport kennt, ist sowieso von dieser spektakulären Motorsportart begeistert. Wer aber das erste Mal am Donnerstag, 30. Mai, nach Lüdinghausen auf den Westfalenring kommt, wird sich von der besonderen Atmosphäre anstecken lassen. Die Zuschauer erwartet beim 80. Internationalen ADAC-Grasbahnrennen in Lüdinghausen wieder der unvergleichliche Sound der 500-Kubikzentimeter-Spezialmaschinen, deren unglaubliche Beschleunigung am Start und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde. Und das alles auf einer 1000 Meter langen, ovalen Grasstrecke.

Durch die Kurven geht es im Drift mit Vollgas. Die Motorräder haben übrigens keine Bremse. Dieses gilt auch für die Artisten auf drei Rädern, den Gespannen. Wie sich die Beifahrer in den Kurven über das Heck des Motorrades legen, damit diese nicht aus der Bahn geworfen werden, muss man einmal live gesehen haben.

Spaß, Action und Bier zum Vatertag sind angesagt beim Grasbahnrennen am Westfalenring

Wegen der starken Fliehkräfte werfen sich die Beifahrer der Gespanne über das Heck der Motorräder, damit die Maschinen in der Spur, die hier schon nur noch aus Staub und Dreck besteht, bleiben. © Weitzel

Hochklassige internationale Besetzung

Die internationale Seitenwagenklasse ist auch in diesem Jahr - wie immer in Lüdinghausen - ausgezeichnet besetzt. Hier wurden wieder nur Top-Platzierte aus der Deutschen Meisterschaft und der Europameisterschaft verpflichtet.

Die internationale Solo-Klasse ist neben den Lüdinghauser Lokalmatadoren Christian Hülshorst und Jens Benneker auch unter anderem mit den letztjährigen WM-Teilnehmern Richard Hall und Stephan Katt stark aufgestellt. Paul Hurry, Paul Cooper und Dave Meijerink sind nur einige Namen, die das Top-Fahrerfeld ergänzen. Wer am Ende der Sieger ist, wird im alles entscheidenden A-Finale ermittelt.

Sieger um ADAC-Silberhelm werden gesucht

Jens Benneker konnte im südfranzösischen Morizes im vergangenen Jahr mit dem deutschen Team bei der WM die Bronzemedaille gewinnen. Zwar wurde der Bahnrekord auf dem Westfalenring im vergangenen Jahr nicht gebrochen, doch trotzdem gab es Jubel. Christian Hülshorst setzte sich mit seiner schnellen Runde gegen die Konkurrenz durch und stand in der Rubrik „Bahnrekord“ ganz oben auf dem Treppchen. Ob er dieses 2019 wiederholen kann oder ob einem der beiden Lüdinghauser der ganz große Wurf gelingt, bleibt abzuwarten. In diesem Jahr wird in Lüdinghausen ebenfalls der ADAC-Silberhelm ausgefahren, eine der begehrtesten Trophäen im Bahnsport.

Wenn die Piloten der B-Lizenz-Solo-Klasse am Startband stehen, geht es mit Fahrern aus mindestens vier Nationen fast genauso international zu wie in der vorgenannten A-Lizenz-Solo-Klasse. Mit den beiden Soloklassen und der internationalen Gespannklasse aber nicht genug.

Denn vier Teams aus Großbritannien kommen extra nach Lüdinghausen, um mit ihren 1000-Kubikzentimeter-Gespannen wieder einmal für stockenden Atem und deren Sound für Gänsehaut bei den Zuschauern zu sorgen. Mit dabei sind die britischen Champions 2018. Was die Briten alljährlich auf der 1000 Meter langen Grasbahn zeigen, bekommt man in Deutschland nur selten zu sehen.

Spaß, Action und Bier zum Vatertag sind angesagt beim Grasbahnrennen am Westfalenring

Vier britische Teams werden erneut am Start sein. © Weitzel

Ergänzt wird der abwechslungsreiche Renntag durch das große Fahrerfeld der Enduroklasse. Neben dem Routinier Manfred Knappe aus Traunstein auf seiner Husquarna, werden neben vielen mehr die Lüdinghauser Thomas Hols, Andreas Hols (beide KTM), Simon Kropp (Husquarna), Markus Tork (Honda) und AMSC-Clubfahrer Dominik Durau für spannende Rennläufe sorgen.

Fahrer präsentieren Nostalgie-Maschinen

Anlässlich des Jubiläums werden bei Oldtimer-Gespann-Showläufen die alten Gespanne aus den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren die Historie des Westfalenrings im Renntempo aufleben lassen und so für ein wenig Nostalgie sorgen. „Die Geschichte des ADAC-Grasbahnrennens auf dem Westfalenring und weitere motorsportliche Themen werden auch abseits der Rennstrecke anzuschauen sein“, sagt der 1. Vorsitzenden des AMSC Lüdinghausen, Karsten Jakobs.

Spaß, Action und Bier zum Vatertag sind angesagt beim Grasbahnrennen am Westfalenring

Das Grasbahnrennen in Lüdinghausen ist jedes Jahr ein beliebtes Vatertags-Ziel, bietet aber auch Spaß für die Kleinen. © Weitzel

Der Renntag beginnt um 9:30 Uhr mit den Trainings- und Qualifikationsrennen, der Rennstart ist um 13 Uhr.

Bereits am Mittwoch, 29. Mai, steigt ab 18 Uhr ein Zwei-Stunden-Mofarennen mit anschließender Renn-Party im Festzelt.

Weitere Infos gibt’s im Internet unter:

 www.amsc-luedinghausen.de

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