Kreis Warendorf fährt wieder runter - Warendorfer SU hat wegen Corona das Training eingefroren

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Die Warendorfer SU und der SV Rinkerode sind Gegner in der Fußball-Kreisliga für die heimischen Klubs. Die Vereine müssen jetzt den Betrieb wieder einstellen. Das kann auch in der Saison passieren.

Herbern

, 24.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst am Montag hatte der Fußballkreis Münster die Einteilung neuer Kreisliga-Staffeln bekannt gegeben und dabei auch die Warendorfer SU und den SV Rinkerode aus dem politischen Kreis Warendorf der Kreisliga A2 zugeordnet, in der auch die SG Selm, der SV Herbern II, Ascheberg und Davensberg spielen. Am Tag danach kam der Lockdown für den Kreis Warendorf.

Das Beispiels zeigt, wie nahe das Coronavirus durch den Ausbruch im Fleischverarbeitungsunternehmen Tönnies wieder gekommen ist. Es zeigt auch, welche Unwägbarkeiten die Fußballsaison 2020/21 ausgesetzt sein wird, wenn wie im neusten Fall, gut ein Viertel des Gebietes des Fußballkreises Münster einen erneuten Lockdown durchmacht. Und das sehr kurzfristig. Der Lockdown gilt ab Mittwoch. In einer Fußballsaison müssten womöglich mehrere Spieltage komplett nachgeholt werden. Östlich der Gemeinde Ascheberg beginnt mit Drensteinfurter Stadtgebiet schon der Kreis Warendorf.

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„Momentan ist es so, dass wir den Trainingsbetrieb im Komplettbereich wieder eingestellt haben“, sagte Michael Grothues, Leiter der Fußballabteilung der Warendorfer SU, unserer Redaktion. Auch kontaktloses Training sei nicht mehr gewünscht. Bis 1. Juli ruht der Ball. Vorerst. Denn vielleicht auch noch länger.

Großverein war Schritt für Schritt in den Alltag zurückgekehrt

Dabei hatte die WSU in den vergangenen Wochen Stück für Stück den Weg für den Trainingsbetrieb frei gemacht. Am 18. Mai startete die Fußballabteilung mit zunächst vier Mannschaften. Alles begann mit einem Probelauf in einer D-Jugendmannschaft. „Wir haben die Trainingspläne umgeschrieben, damit nur eine Mannschaft pro Platz trainiert“, sagte Grothues.

Das gleicht schon einer logistischen Herausforderung. Die Warendorfer SU ist ein Großverein, der zwei Ascheplätze, einen Kunstrasenplatz und zwei Rasenplätze nutzt. 33 Mannschaften befinden sich im Spielbetrieb. Vor allem die Jugendabteilung ist riesig. Die B-Junioren sind sogar dreizügig. Je jünger, desto breiter wird die Basis.

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Auch die Damenabteilung mit dem Flaggschiff in der Westfalenliga ist lückenlos besetzt. Rund 800 Mitglieder hat die Abteilung. Der Gesamtverein umfasst 4400 Mitglieder in 14 Abteilung über diverse Hallensportarten, Kampfsport, Schwimmen, Radfahren bis hin zur Leichtathletik.

Warendorf ist extrem betroffen

Die Fußballer waren bis zum U11-Bereich einschließlich wieder im Training. Der Weg in die Normalität war noch nicht abgeschlossen, als der Rückschlag kam. „Wir waren jetzt so weit, dass jede Mannschaft ein Mal pro Woche trainieren kann. Durch die Tönnies-Ausbruchswelle sind wir jetzt extremst betroffen“, so Grothues. Wann es wieder losgeht, darüber kann der Vorsitzende nur mutmaßen. Die Verordnung gilt bis zum 1. Juli. Ob der Verein dann das Training wieder aufnehmen kann, ist völlig unklar.

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