Sportministerkonferenz macht Hoffnung auf Lockerung für Outdoor-Sport

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Die Sportministerkonferenz setzte auf eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs. Am Mittwoch entscheiden Bund und Länder. Dann dürfen sich die Outdoor-Sportarten Hoffnung machen.

Selm

, 01.05.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch, 6. Mai, wollen Bundesregierung und Länder auch über Lockerungen im Bereich Schule, Kitas und Sport sprechen. Die Sportminister-Konferenz der Länder sprach bereits am Dienstag über einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Corona-Krise. Der Plan gibt vor allem den Outdoor-Sportarten die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit wieder Vereins- und Breitensport betrieben werden kann. Für Wettkämpfe gilt das erstmal nicht. Auch Mannschaftssportler werden sich gedulden müssen.

Im Rahmen der schrittweisen Wiederaufnahme des Sportbetriebs sei es Aufgabe des organisierten Sports, insbesondere des Deutsche Olympische Sportbundes, seiner Spitzenfachverbände und der Landessportbünde, „mit sportartenbezogenen Konzepten einen verantwortungsvollen Umgang für den Sportbetrieb zu ermöglichen und die Ausübung des Sports im Rahmen der gesetzten Vorgaben sicherzustellen“, heißt es in dem Beschluss der Konferenz.

Rücknahme der Einschränkungen sind dringend erforderlich

„Eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs, insbesondere von Sportvereinen, im Rahmen der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens“ hält die Sportministerkonferenz „für dringend erforderlich.“

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Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport könne der Konferenz zufolge erlaubt werden, wenn er draußen stattfindet, eine Abstandsregelung gewährleistet ist und kontaktfrei ist. Eine weitere Bedingung sind Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, vor allem an gemeinsam genutzten Sportgeräten. Umkleidekabinen sollen wie Gastronomie und Gemeinschaftsräume geschlossen bleiben, Sportler umgezogen beim Sport erscheinen und zum Duschen nach Hause fahren. Risikogruppen sollen keiner Gefahr ausgesetzt werden, Zuschauer sollen nicht zugelassen sein.

Lockerungen sollen nicht für bestimmte Sportarten gelten

Wichtig ist auch: Die Sportministerkonferenz findet eine Auswahl von bestimmten Sportarten oder Altersgruppen nicht für sinnvoll. Es geht um die Einhaltung der Regeln. Aber: Die zehn Leitplanken, die der DOSB erarbeitet hat, sind darüber hinaus die Grundlage weiterer sportartspezifischer Empfehlungen.

„Die Landessportbünde und Landesfachverbände sollen die Sportvereine auf dieser Grundlage dahingehend unterstützen, wie ein sportartspezifisches Training unter strenger Einhaltung des hier vorgegebenen Rahmens umgesetzt werden kann“, schreibt die Sportministerkonferenz. Viele Verbände, vor allem Tennis, Reitsport und Golf haben auf ihren Internetseiten bereits Vorbereitungsmaßnahmen für die Lockerung der Maßnahmen bekanntgegeben und Vorschläge gemacht, um die Regelungen einhalten zu können.

In einem weiteren, späteren Lockerungsschritt könne auch sukzessive ein Wettkampfbetrieb wiederaufgenommen werden, der die Rahmenbedingungen erfüllt und ohne Zuschauer stattfindet. „Das bedeutet, dass ein Wettkampfbetrieb in Kontakt- und Mannschaftssportarten erst als letzter Schritt wieder zulässig sein wird“, heißt es. Mittwoch geben Bund und Länder dann bekannt, wie es weitergeht.

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