SuS Olfen hat einen Trainer für die Handballmannschaft gefunden

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Der Kreisliga-Rückkehrer präsentiert eine interne Lösung für die kommende Saison. Schon am Freitag beginnt die erste Einheit. Eine Halle werden die Spieler aber erstmal nicht zu sehen bekommen.

Olfen

, 20.05.2020, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Abgang von Trainer Daniel Schnellhardt hat Handball-Kreisligist SuS Olfen einen Nachfolger vorgestellt. Der neue Chefcoach ist ein alter Bekannter und erhält Unterstützung von Abteilungsleiter Michael Scholten, der die Mannschaft auch schon interimsweise mehrmals trainiert hat.

Als der heutige Handballchef Michael Scholten im Jahr 2009 zum SuS Olfen kam, war Michael Huth sein Trainer, bis dieser 2013 zurücktrat. 2020 wird Huth erneut den SuS Olfen betreuen. Der bisherige Co-Trainer, der Daniel Schnellhardt unterstützt hat, rückt wieder in die erste Reihe.

Michael Huth wird Trainer beim SuS Olfen.

Michael Huth wird Trainer beim SuS Olfen. © Jura Weitzel

„Wir machen das natürlich in Doppelfunktion“, sagte der 56-jährige Huth am Mittwochnachmittag. Wobei Scholten präzisierte: „Wir machen das in Kombination. Wenn er aufgrund des Schichtdienstes nicht kann, übernehme ich das Training. Aber er ist Chef im Ring.“

Trainersuche des SuS Olfen gestaltete sich schwierig

Dass die Wahl auf Huth fiel, ist zum Teil eine logische, aber auch eine aus der Not geborene Entscheidung. Der Zeitpunkt der Trainersuche zum weit fortgeschrittenen Zeitpunkt April/Mai und dann noch inmitten der Corona-Krise sei eine „halbeinfache“ Sache gewesen, so Scholten. Der SuS Olfen hatte zwar drei Kandidaten zum Gespräch, am Ende habe sich aber herauskristallisiert, dass Michael Huth mitbringt, was andere nicht haben. „Er hat den Verein schon einmal trainiert und kennt den Verein schon lange. Er ist genau das, was wir brauchen“, sagte Scholten.

Michael Huth (l.) folgt auf Daniel Schnellhardt

Michael Huth (l.) folgt auf Daniel Schnellhardt © Sebastian Reith

Denn in Marcel Oberhag, Justin Knebel und vor allem Benedikt Höning stehen drei wichtige Säulen als Abgänge fest. „Das Wichtigste ist, dass wir eine Persönlichkeit haben, der den Verein kennt und nicht drei Monate braucht, um die Mannschaft kennenzulernen. Er weiß, wie wir ticken“, erklärte Scholten, der sich nach Randolf Mertmann und Schnellhardt, die jeweils nur für ein Jahr Trainer waren und dann den Klub zu höherklassigen Teams verließen, jetzt auch wieder mehr Kontinuität auf dem Trainerposten wünschte.

Beliebt, mit Handballverstand und ohne blumige Aussprache

Huth sei im SuS ein beliebter Sportler mit viel Handballverstand, der insbesondere im Abwehrbereich Signale setzen könne. Und er sei direkt. „Er ist kein Trainer, der eine blumige Verpackung sucht. Es kommt raus, was er sagen will“, sagte Scholten. Zum zweiten Mal trainiert Michael Huth damit etwa Spieler wie Außen Tobias Nocke, Rückraum Till Ott oder Torhüter Nico Bölken. Rückraum Damian Elsner coachte er bereits in der Jugend.

Michael Huth (r.) bei seinem Antritt im Jahr 2009 mit seinem Vorgänger von Ralf Danielczyk.

Michael Huth (r.) bei seinem Antritt im Jahr 2009 mit seinem Vorgänger von Ralf Danielczyk. © Theo Wolters

Gebürtig kommt Huth, der 2011 nach Olfen zog, aus Datteln und war beim TV Datteln aktiv, wo er die „goldenen Zeiten“, wie er die Verbandsliga-Jahre nennt, miterlebte. Mit seinem Eintritt in den SuS trat er nach mindestens 35 Jahren Mitgliedschaft aus. Station machte der 1,89 Meter große ehemalige Rückraum- und Halbspieler auch bei der ETG Recklinghausen für einige Jahre und coachte zwischendurch die Damen des TV Wanne.

SuS Olfen steigt Freitag ins Training ein

Das erste Training steht bereits am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr auf dem Trainingsplan - dann kehren nämlich die Handballer des SuS Olfen in den Trainingsbetrieb zurück - allerdings ohne Ball. Stattdessen gibt es Kraftausdauer an der freien Luft. Und so wird es wohl auch noch eine ganze Weile bleiben. Scholten: „Ich empfehle den Trainern, erst im August in den Vollkontakt einzusteigen. Panik ist falsch, aber zu viel Laissez-faire ist auch nicht gut. Nur weil wir etwas dürfen, muss es nicht richtig sein.“

Mit dem SuS Olfen hat Huth dann ambitionierte Ziele. Nach dem Wiederaufstieg aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga will Huth nicht wieder unten in der Tabelle rumkrebsen. „Wir hatten bereits eine erste Mannschaftssitzung. Unser Ziel kann nicht sein, um den Klassenerhalt zu kämpfen. Ziel ist, einen Mittelfeldplatz zu erreichen.“

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