Tatjana Stoff bei den Deutschen Reit-Amateurmeisterschaften: „Man muss vor jedem Angst haben“

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Mit einem souveränen Durchlauf hat sich Tatjana Stoff vom RV Lützow für den Finaltag am Sonntag qualifiziert. Der Respekt vor der Konkurrenz ist allerdings groß bei ihr.

von Carl Brose

Olfen

, 20.09.2019, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit diesem Freitag reitet Tatjana Stoff vom RV Lützow Selm-Bork-Olfen bei den Deutschen Amateurmeisterschaften in Riesenbeck. Nach einem überzeugenden Durchgang hat sie sich dabei für den Finallauf der Dressurprüfung der Klasse S am Sonntag qualifiziert. „Mit der Runde bin ich absolut zufrieden. Es gab keine groben Fehler. Natürlich gibts es da noch ein paar Kleinigkeiten, die besser gehen. Für die nächsten Tage ist also noch Luft nach oben“, sagt Stoff kurz nach ihrem Lauf.

Mit einer Wertung von 68,42 % sprang die Reiterin direkt in die Top Zehn der Wertung. Die besten zwölf Reiter der insgesamt 40 Starter qualifizierten sich direkt für die Endrunde. Der Rest muss den Umweg über das „Kleine Finale“ am Samstag eingehen, um sich noch für die Finalrunde zu qualifizieren.

Verbesserungsbedarf sieht Stoff nach dem ersten Durchgang gerade noch in den Übergängen und dem Ausdruck des Pferdes. „Aber das ist Meckern auf einem hohen Niveau. Insgesamt hat Nelli (Pferd Coronelli, Anm. d. Red.) das schon richtig gut gemacht. Sie hat sich sehr schnell an die neue Umgebung hier gewöhnt, schließlich müssen die Pferde hier die ganze Zeit über im Stall stehen“, so Stoff.

Wettbewerbspause am Samstag

Durch die direkte Qualifikation hat sich die Reiterin einen Ruhetag am Samstag verschafft. Den ganz großen Vorteil sieht sie darin aber nicht: „Nelli ist kein Pferd, das einen Tag Pause macht, reiten muss ich sie deswegen trotzdem am Samstag. Aber es ist natürlich schön, nicht drei Wettbewerbstage hintereinander zu haben, denn das bedeutet auch Stress.“

Über die Westfalen-Rangliste hat sich Stoff im Laufe der vergangenen Saison für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Als zweiter Platz der Liste ging es für sie dann nach Riesenbeck, mit vier weiteren Reitern aus Westfalen. Die übrige Konkurrenz ist für Stoff schwer einzuschätzen. „Die Reiter kommen hier aus ganz Deutschland zusammen, da kenne ich nur ganz wenige. Aber insgesamt muss man hier vor jedem Angst haben. Jeder Einzelne aus dem Teilnehmerfeld könnte auch vor mir landen“, sagt Stoff.

Nicht da für den letzten Platz

Am Ende seien bei der Dressurprüfung Kleinigkeiten entscheidend und mit ein paar Justierungen will Stoff auch am Sonntag wieder vorne landen: „Natürlich ist alleine die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften ein Ereignis, aber ich bin nicht hier um Letzte zu werden und will natürlich gewinnen.“

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