Temmann verletzt, Mrowiec wieder da

Nachwehen von Sonntag

Nordkirchens Verteidiger Tobias Temmann verdreht sich in Dortmund das Knie. An den Kunstrasenplatz an der Flora in Dortmund hat Innenverteidiger Tobias Temmann (27) vom Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen keine guten Erinnerungen. Stürmer Joachim Mrowiec kehrt nach Knie-OP hingegen zurück – und ist gleich voll da.

NORDKIRCHEN

, 18.10.2017, 16:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tobias Temmann legt das bandagierte Knie hoch. Für den Abwehrspieler war der Einsatz in Dortmund am Sonntag schon nach 22 Minuten beendet.

Tobias Temmann legt das bandagierte Knie hoch. Für den Abwehrspieler war der Einsatz in Dortmund am Sonntag schon nach 22 Minuten beendet.

Im April 2017 verletzte Tobias Temmann sich im Training schon einmal am Knie, konnte mit einem diagnostizierten Kreuzbandanriss beim Saisonfinale seinen Nordkirchenern im Abstiegskampf nicht mehr helfen. Temmann war damals drei Tage nach seiner Verletzung trotzdem mit zum Auswärtsspiel gefahren, um seine Mannschaft zu unterstützen. Am Sonntag verletzte er sich schon wieder beim Auswärtsspiel beim TSC Eintracht Dortmund. „Ein schlechtes Pflaster für mich“, sagte Temmann am Montag.

Er hatte sich das Knie in einem Zweikampf verdreht. An der Seitenauslinie schirmte er den Ball ab, bekam einen leichten Schubser und wollte diesen abfangen. „Dabei habe ich mir irgendwie das Knie verdreht“, sagte er. Plastikflaschen und Verbandsutensilien flogen nach seiner Auswechslung nach nur 22 Minuten krachend gegen die Aluminium-Überdachung der Ersatzbank, vor der Temmann sich behandeln ließ. Mit einer Bandage humpelte Temmann nach dem 4:1-Auswärtssieg vom Kunstrasenplatz.

Diagnose Mitte der Woche

Am Montagmorgen war Temmann bereits bei einer MRT-Untersuchung. „Das Außenband sieht nicht gut aus“, sagte Temmann nach der ersten Durchleuchtung des Knies. Die genaue Diagnose soll aber erst Mitte der Woche folgen. Dann will der behandelnde Arzt seinen Bericht vorlegen und dann wird sich auch klären, ob auch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen worden ist. „Er hatte damals schon einen mitgekriegt“, sagte Temmann.

Nachdem er ausgewechselt war, stellte Trainer Issam Jaber um. Dalibor Mikuljanac, der auf rechts erneut gewackelt hatte, rückte in die Mitte neben Abwehrchef Nils Venneker und der eingewechselte Patrick Broszat übernahm die rechte Seite. Doch Organisator Temmann fehlte, um die Defensive zu stabilisieren. Beim Gegentor zum 0:1 war Mikljanac alleingelassen und dann auch noch zu langsam für Maximilian Venhuis, der Haken wie ein Hase schlug.

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Für einen anderen Nordkirchener war das Spiel dagegen ein Meilenstein. Joachim Mrowiec absolvierte seinen ersten Ligaeinsatz für Nordkirchen. Er spielte sogar neun Minuten weniger als Temmann, war aber gnadenlos effektiv. Die erste Chance vergab er noch, in der Nachspielzeit traf er gegen demoralisierte Dortmunder zum 4:1. „Es ist toll. Ich freue mich unheimlich. Geplant war aber eigentlich nicht, dass ich schon spiele. Jetzt muss ich erstmal den Muskel wieder aufbauen“, sagte der 26-Jährige am Montag.

Mit Tormarken als Saisonziel hält er sich zurück. Denn: „Mein Ziel, möglichst jedes Spiel zu machen, habe ich schon verpasst.“ Erst seit vergangener Woche war Mrowiec wieder im Training. Fast drei Monate war er zum Zuschauen verdammt, nachdem er sich einer Meniskus-Operation unterzogen hatte – ein Schicksal, das womöglich auch Tobias Temmann droht.

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