Teures Feuerwerk: Kreise bestrafen Vereine für Pyrotechnik-Einsätze

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Mehrere hundert Euro - das war die Strafe für einige Vereine aus dem Fußballverband Westfalen nach dem Abbrennen von Pyrotechnik in der finalen Phase der Saison.

Selm

, 16.06.2019, 11:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das wird teuer: Mehrere Fußballkreise in Westfalen haben Vereine nach Abbrennen von Pyrotechnik zur Kasse gebeten. Der Verband gab in seinen Mitteilungen am Freitag sechs Urteile bekannt. Hunderte Euro Strafe sind die Folge für die Vereine. Weitere könnten folgen.

  • Der SV Gescher, besser gesagt die dritte Mannschaft des Vereins aus dem Kreis Ahaus/Coesfeld, hat den 1:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen die SpVgg Vreden III etwas zu frenetisch gefeiert. Der Vorwurf: Wiederholtes Zünden von Pyrotechnik vor und nach dem Entscheidungsspiel durch Zuschauer. Der B-Liga-Aufstieg hat daher Folgekosten in Höhe von 150 Euro.
  • Wieder Vreden, diesmal aber der FC und nicht die SpVgg: Am Rande des Kreispokal-Finales gegen Coesfeld, das die Vredener mit 0:6 verloren hatten, kam es zu einem „massiven Einsatz von Pyrotechnik durch Zuschauer des FC Vreden“, wie es in der Mitteilung des Verbandes heißt. Das Spiel musste sogar unterbrochen werden. Das Sportgericht des Kreises urteilte hart: 400 Euro Strafe.
  • Nicht viel günstiger kam ein Lüner Klub weg. Der Lüner SV II ist in die Bezirksliga aufgestiegen und könnte Konkurrent des FC Nordkirchen in der kommenden Saison werden. Vorher muss der LSV aber erst noch 400 Euro Strafe zahlen, weil er gegen Preußen Lünen Feuerwerk und Pyrotechnik abbrannte.
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  • Gleich beide Vereine, Eintracht Ickern und Firtinaspor Herne II, hatten beim B-Liga-Aufstiegsspiel des Kreises Herne Anfang Juni gezündelt. Das einmalige Abbrennens eines Bengalos im Einlassbereich des Sportplatzes durch einen Zuschauer, der eindeutig den Castropern zugeordnet werden konnte, kostet 75 Euro. Zweimal waren Anhänger von Firtinaspor bei Bengalo-Aktionen beteiligt: Macht 125 Euro.
  • Urteile gab es auch nach den Spielen im B-Junioren-Westfalenpokal mit Beteiligung von Arminia Bielefeld (500 Euro) und der SG Hiddesen-Heidenoldendorf (150 Euro) in der Aufstiegsrunde aus dem Kreis Detmold.

Die Urteile zeigen: Die Kreise haben in diesem Jahr mehr auf Vorfälle mit Pyrotechnik im Amateurfußball reagiert. Vor allem nach Aufstiegsspielen und Endspielen, bei denen auch einige Offizielle anwesend sind.

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