Überraschender Rücktritt: GSC-Sportchef Philipp Wiesmann stellt sein Amt zur Verfügung

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Anderthalb Wochen vor dem Ligaauftakt hat Grün-Schwarz Cappenberg den Rücktritt seines Sportlichen Leiters bekanntgegeben. Nach zwei Jahren gibt Philipp Wiesmann den Job ab.

Cappenberg

, 26.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Grün-Schwarz Cappenberg gibt es zehn Tage vor dem Ligastart eine überraschende Personalie: Die Redaktion hatte Philipp Wiesmann (26), Sportlicher Leiter der Grün-Schwarzen, am Mittwoch eigentlich wegen eines ganz anderen Themas kontaktiert. Wiesmann unterbrach dann schnell: „Ich bin nicht mehr Ansprechpartner. Ich bin von meinem Posten zurückgetreten.“

Wenig spät bestätigte das Präsidium, das eine vorbereitete Pressemitteilung verschickte, was Wiesmann kurz zuvor erklärt hatte. „Ich kriege es einfach beruflich nicht mehr hin. Ich habe zu viel um die Ohren und war in den letzten vier Wochen gefühlt nur zwei Mal am Platz. Und halbherzig möchte ich das nicht machen“, sagte Wiesmann.

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„Wir bedanken uns sehr bei Philipp, der wegen schwerer Verletzungen schon als junger Spieler diesen Sport aufgeben musste, aber direkt Verantwortung in der zentralen Funktion übernommen hat“, wird Präsident Thorsten Garber in der Pressemitteilung des Vereins zitiert. Wiesmann, der in Lünen wohnt, war 2018 als Nachfolger von Marco Logemann in das Amt gerutscht.

Wiesmann soll dem Verein erhalten bleiben

Die Entscheidung über das Ende seines Engagements, teilte Wiesmann mit, sei bereits im Juli gefallen. Ganz zurückziehen möchte sich Wiesmann nicht. Der Lüner will die erste Mannschaft weiter begleiten und als zusätzlicher Co-Trainer mithelfen, die sportlichen Geschicke bei GSC mitzuführen. „Ganz ohne geht es dann doch nicht“, scherzte Wiesmann.

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Sein Rücktritt habe ausschließlich zeitliche und berufliche Gründe gehabt, betonte er. Er habe nichts damit zu tun gehabt, dass die Personaldecke der Kreisliga-Mannschaft nach Abgängen dünn war, denn Neuzugänge hatten die Cappenberger trotz großer Anstrengungen in diesem Sommer kaum präsentieren können. Wiesmanns berufliche Gründe hätten jedoch nicht in Zusammenhang damit gestanden, dass der Kader in diesem Jahr dünn ist.

Bereits Mitte Juli sagte Wiesmann gegenüber der Redaktion, dass Neuzugänge in diesem Jahr ein „schwieriges Thema“ seien. „Wir haben mit aller Kraft versucht, neue Spieler zu organisieren“, sagte er und wiederholte das am Mittwoch: „Wir haben alles getan. Die Situation ist speziell.“

Trainer Harder bestätigte das: „Wiesel hat sich den Arsch aufgerissen. Wir standen komplett im Austausch über alle Gespräche. Es ist nicht so, dass da hätte mehr kommen müssen.“

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