Warum Issam Jaber Dennis Närdemann statt Robin Schwick rausnahm

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Joachim Mrowiec kam gegen Neuenbeken für Dennis Närdemann. Warum für einen der besten Nordkirchener? Schließlich kam von Robin Schwick über links nicht viel Druck auf das Tor.

Nordkirchen

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine Szene aus der 55. Minute war symptomatisch für Nordkirchens linken Mittelfeldspieler Robin Schwick beim Relegations-Aus gegen Neuenbeken am Donnerstag. Schwick bekam nach einer Ecke den Ball, versuchte aufzudrehen, spielte aber viel zu früh auf Patrick Trawinski im Sturmzentrum. Vertan war die Chance, bei der mehr drin war.

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Es hat am Ende nicht gereicht für die Landesliga. Die Enttäuschung war groß bei den Spielern des Bezirksliga-Vizemeisters FC Nordkirchen und ihrem Trainer Issam Jaber. „Wir hatte nach vorne nicht die Durchschlagskraft. Meiner Meinung nach hatten wir zwei bis drei Ausfälle, die nicht so funktioniert haben, wie wir uns das vorstellen. Das war der Schlüssel“, sagte Jaber und meinte damit auch den Youngster des FC Nordkirchen, der in seinem ersten Seniorenjahr (2097 Minuten/11 Tore) ein ganz starke Debüt-Saison abgeliefert hatte, in der Relegation aber seine schwächsten Auftritte im FCN-Trikot zeigte.

Robin Schwick fehlten die Tempodribblings der Vergangenheit

Was Schwick die ganze Saison über ausgemacht hatte, ließ er diesmal vermissen. Tempodribblings, gefährliche Antritte, das fast blinde Zusammenspiel mit Trawinski, Zweikampfstärke. Schwick wirkte gehemmt und beeindruckt von Gegner und Kulisse. Um so überraschender war es, dass Jaber nach etwas mehr als einer Stunde nicht den schwächelnden Schwick, sondern Dennis Närdemann vom Feld nahm.

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Auch viele Zuschauer überraschte das. Denn „Närde“, wie sie ihn in Nordkirchen nennen, hatte eine gute Partie hingelegt. Rechtsaußen Dominick Lünemann hielt er auf der rechten Außenbahn den Rücken frei. Der erfahrene Närdemann war ballsicher und zweikampfstark, ihm gelangen Überraschungsmomente.

Issam Jaber hinterfragt seinen eigenen Wechsel

„Es war abgesprochen, dass Närde ungefähr 60 bis 65 Minuten spielt, solange die Luft reicht. Ich gebe zu: Vielleicht war es nicht die richtige Entscheidung, weil Närde auch ein gutes Spiel gemacht hat bis dahin“, sagte Jaber. Er verließ sich auf die Stärken von Schwick: „Ich hatte gehofft, dass Robin noch eine Aktion mit Tempo hat. Darauf habe ich gesetzt. Es war vielleicht eine unglückliche Entscheidung. Vielleicht hätte uns Närde mehr weitergeholfen.“

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