Wird Schiedsrichter Daniel Decker-Törö jemals wieder pfeifen dürfen?

hzFußball

Sieben Platzverweise erteilte der Schiedsrichter bei der Partie RW Unna II gegen den SuS Oberaden II. Ob das so gerechtfertigt war, entscheidet sich in diesen Tagen.

von Nico Ebmeier

Selm, Werne, Lünen

, 24.09.2019, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Name Daniel Decker-Törö und Spielabbrüche stehen häufig in Verbindung. Grund: Der Schiedsrichter greift rigoros bei Vergehen durch und zückt schnell die Rote Karte. Am Wochenende sogar gleich sieben Mal - sechs Mal davon gegen den SuS Oberaden.

In einem Interview mit der Zeitschrift „11 Freunde“ sagte Decker-Törö im März dieses Jahres, dass er einfach ein sehr genauer Unparteiischer sei, der eben die Konsequenzen für regelwidriges Verhalten erteilen müsse. Besonders dem Meckern der Akteure zeige der Schiedsrichter eine klare Kante, sodass ihm mittlerweile sogar schon nachgesagt wird, dass er sogar die Flöhe flüstern hören könnte.

Jetzt lesen

Beim Kreisliga-B-Spiel am Sonntag stellte er gleich sechs Spieler vom SuS Oberaden II vom Platz. Da die Gäste dadurch keine vernünftige Mannschaft mehr stellen konnten, wurde das Spiel beim Stand von 4:4 abgebrochen. Ob es Konsequenzen geben wird, ist noch ungewiss.

Entscheidung vermutlich am Mittwochabend

„Das müssen wir nun im Laufes des Dienstags und Mittwochs entscheiden“, erklärt Michael Allery, Kreisvorsitzender der Schiedsrichter in Unna/Hamm. „Wir werden nun die Fakten sammeln und ganz in Ruhe auswerten.“ Was für Fakten gibt es denn? „Wir hatten ja Schiedsrichterbeobachter am Platz und noch weitere neutrale Vertreter. Natürlich hören wir uns auch die Stellungnahme von Daniel Decker-Törö an.“ Der Staffelleiter der Kreisliga B2 Unna/Hamm Horst Weischenberg wollte sich derweil nicht zu dem Fall äußern: „In anderen Zeitungen wurden Dinge geschrieben, die ich gar nicht gesagt habe. Zu dem laufenden Verfahren äußere ich mich nun nicht mehr.“

Jetzt lesen

Was genau war denn passiert? Zur Halbzeit führte Unna II mit 2:1 und zwei Spielern mehr. Christian Gärtner und Luca Opitz sahen die Rote Karte. In der 65. (Unna) und 84. (Oberaden) Minute sahen beide Seiten eine Gelb-Rote Karte. Kurze Zeit später schossen die Gäste in doppelter Unterzahl das 4:3. In der letzten Minute bekamen die Rot-Weißen einen Elfmeter zugesprochen und die Lage eskalierte. Oberadens Nico Nuzzo, SuS-Spielertrainer Almir Halilovic und Ramaza Bicakci vom SuS folgten aus verschiedensten Gründen vom Platz.

Jetzt lesen

Auch ob diese Platzverweise gültig bleiben, steht bisher noch in den Sternen. „Das ist nun eine Sportgerichtsverhandlung“, erklärt Michael Allery. „Das ist an die Spruchkammer weitergegeben worden.“ Ergebnisse und Urteile sind am Mittwochabend zu erwarten.

Lesen Sie jetzt