„Witzelfmeter“ und fehlende Einstellung: GS Cappenberg kommt gegen Kamener SC unter die Räder

Fußball

Nachdem in der vergangenen Woche der erste Saisonsieg für die Cappenberger zu Buche stand, gab es nun wieder Ernüchterung. Gegen den Aufstiegsfavoriten aus Kamen hagelte es sechs Gegentore.

von Nico Ebmeier

Selm

, 21.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Robin Selbstaedt (r.) hatte die große Chance zur Führung.

Robin Selbstaedt (r.) hatte die große Chance zur Führung. © Jura Weitzel

Ganze zwölf Gegentore musste Fußball-Kreisligist GS Cappenberg in dieser Saison schon schlucken. Keine andere Mannschaft ist in dieser Statistik schlechter. Auch am dritten Spieltag traf der Gegner gleich sechsfach.

Und dabei kamen die Cappenberger eigentlich besser als der Kamener SC in die Partie. Schon nach wenigen Minuten wurde Felix Messner im gegnerischen Strafraum freigespielt, doch sein Schuss konnte gerade so von KSC-Keeper Max Hohl entschärft werden.

Nach zwölf Minuten foulte Robin Selbstaedt dann seinen Gegenspieler im eigenen Strafraum, zumindest wenn es nach Schiedsrichter Olaf Jensen geht. „Das war ein Witzelfmeter. Da war überhaupt nichts. Nicht mal die Kamener haben reklamiert“, widerspricht GSC-Trainer Pascal Harder.

Dem KSC und speziell Kim Denninghoff (12.) war dies völlig egal und so führte der Gastgeber. Nach dem 1:0 schien das Spiel dann fast schon entschieden und der Tabellenführer schoss Tor um Tor. Mücahit Kücükyagci (31.), Pascal Kupfer (32.), Aziz Aktas (40.), ein zweites Mal Dennighoff (62.) und Raphael Krause (78.) trafen zum 6:0-Endstand.

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„Klar, kann man jetzt überlegen, was passiert wäre, wenn wir das frühe 1:0 machen oder der Elfmeter nicht gepfiffen wird. Letztendlich war das aber wieder einfach ein schlechtes Spiel von uns. Die Einstellung passte einfach schon wieder nicht“, kritisierte Coach Harder.

Dabei hatte er gehofft, dass es nach dem ersten Saisonsieg aus der Vorwoche nun endlich wieder bergauf geht. „Eigentlich war die Stimmung vor dem Spiel und auch die Trainingswoche richtig gut. Wieso es dann jetzt so lief, kann ich auch nicht sagen. Vielleicht dachten einige, dass es nach dem Frömern-Sieg ein Selbstläufer wird.“

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Dazu gibt es noch einen weiteren Wehmutstropfen: Maximilian Stasch wurde bei einem Zweikampf übel gefoult und wird wahrscheinlich am Montag mit einer Bänderverletzung ins Krankenhaus müssen.

GS Cappenberg: Wagner, Goletz (46. Tobinski), Lohölter, Jesella, Stasch (27. Heckenkamp), Selbstaedt, Wißmann, Osterkemper, Messner (33. Bußkamp), Jäger (75. Zentgraf), Heidicker.

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