Zum Auftakt bewies sich der Pferde-Nachwuchs

Vinnumer Reitertage

Auftakt geglückt: Die ersten Prüfungen der Vinnumer Reitertage sind am Mittwoch ohne Probleme über die Bühne gegangen. Zunächst standen zum Start ins Turnier die Nachwuchs-Pferde in unterschiedlichen Springpferdeprüfungen im Mittelpunkt. Entscheidend dabei waren nicht allein Zeit und Zahl abgeworfener Hindernisse.

SELM/OLFEN

22.07.2015, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Potthink ging auf Pia Diva in den Parcours der Springpferdeprüfung Klasse L. Für das junge Pferd der erste Einsatz bei einem Turnier. Reitlehrer Potthink war zufrieden, auch ohne Platzierung.

Michael Potthink ging auf Pia Diva in den Parcours der Springpferdeprüfung Klasse L. Für das junge Pferd der erste Einsatz bei einem Turnier. Reitlehrer Potthink war zufrieden, auch ohne Platzierung.

Von Bedeutung ist in diesen Prüfungen nicht alleine die Zeit, die der Reiter für den Parcours benötigt sowie die Anzahl der Abwürfe an den Hindernissen. Entscheidend ist in erster Linie, wie die Preisrichter den Ritt des Pferdes bewerten. Franz-Josef Schulte im Busch, der Vorsitzende des RV Lützow ist selbst Preisrichter. „In diesen Prüfungen geht es im Prinzip um die Rittigkeit des Pferdes“, erklärt Schulte im Busch.

Die Richter müssen Reiter und Pferd also über den gesamten Parcours im Blick behalten, um sich ein Urteil machen zu können. Am Ende gibt es eine Note. Von dieser werden letztlich die Abwürfe und Zeitfehler abgezogen. Ein Abwurf kostet Pferd und Reiter 0,2 Punkte, pro Sekunde über der erlaubten Zeit sind es weitere 0,1 Punkte Abzug.

„Das Pferd sollte die Beine beim Sprung über das Hindernis gleichmäßig anwinkeln“, erläutert Schulte im Busch. „Außerdem muss ein Pferd eine Reaktion zeigen können.“ Sollte es an einem Hindernis eine Stange berühren oder sie gar abwerfen, muss es, um eine gute Note zu bekommen, an den folgenden Hindernissen eine Reaktion zeigen und den Fehler nicht wiederholen. „Daher sind Springpferdeprüfungen für junge Pferde gedacht. Die Richter bescheinigen dem Reiter oder Besitzer im Prinzip, wofür sich das Pferd auf seinem weiteren Weg eignet“, so Schulte im Busch.

Fritz Ibershoff und Heiner Messing waren am Mittwoch in der Springpferdeprüfung der Klasse L für 4- bis 7-Jährige die Richter. Ein gutes Zeugnis stellten sie Numero Unico aus. Sandra ter Bahne vom RV Borken pilotierte ihn sicher durch den Stangenwald. An ihre 8.5 Punkte kam in der Folge kein anderes Gespann heran.

Michael Potthink ging in dieser Prüfung gleich zweimal an den Start. Zu einer Platzierung reichte es am Ende weder auf Conny TW noch auf Pia Diva. Unzufrieden war der Reitlehrer des RV Lützow aber nicht. „Für beide Pferde war es das erste Turnier überhaupt. Beide haben heute für ihre Zukunft sehr viel gelernt“, so Potthink.

Auch die anderen Pferde des RV Lützow landeten am Mittwoch in den Springpferdeprüfungen nicht ganz weit vorne. Die beste Platzierung sicherte sich noch Kerstin Maria Hauwe, die mit Countess in die Klasse-L-Prüfung für 4- bis 7-Jährige ging. Sie erhielt die Note 7.7. Den Sieg holte Contendo Sun, der von Eike Felix Thamm vom RV Lüdinghausen durch den Parcours gesteuert wurde.

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