Der Kamener SC jubelt über das 1:0. Erzielt hatten es aber nicht (v.l.) Jan Jacob, Jonas Hahn, Tom Milder und Aziz Aktas. Denn es war ein Eigentor. © Michael Neumann
Fußball

Kamener SC fühlt sich von Billmerichs Fans beleidigt – Sieg durch spätes Eigentor (90.+6)

Zwei Eigentore verhelfen dem Kamener SC zum sechsten Saisonsieg. Hinterher ärgert der Trainer sich über Billmerichs Fans und den Rasen.

Kurios: Billmerich schießt alle drei Tore in einem Fußball-Kreisliga-Spiel und verliert schließlich gegen Spitzenreiter Kamener SC, weil zwei der Tore als Eigentore in den Spielbericht eingetragen werden. Der Gäste-Coach ärgert sich derweil über die Heimfans und wünscht sich mehr Initiative vom ausrichtenden Klub.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

SV BR Billmerich – Kamener SC

1:2 (1:1)

Siege im Fußball sind manchmal zuckersüß. So muss sich das auch für den Kamener SC angefühlt haben. Denn zwischenzeitig wurde es am Spielfeldrand wohl hitzig. Es gab Wortgefechte zwischen Anhängern der Heimmannschaft SV BR Billmerich und Kamener Auswechselspielern, die sich hinter dem Tor warmmachten. „Unsere Spieler sind angemacht worden“, schilderte Kamen-Coach Ahmet Kahya und sprach auch von Beleidigungen, die gefallen sein sollen.

Er stellt klar: „Wir sind hier Gast.“ Nur wie Gäste habe sich der KSC nicht behandelt gefühlt. Etwas mehr Engagement der Billmericher im Kampf gegen die Störenfriede hätte sich Kahya daher gewünscht. Nicht gefallen habe ihm, dass seine Spieler auf die Provokationen eingegangen seien.

Kamener SC gelingt spät doch noch das Siegtor

Dass der Kamener SC dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch in Führung ging – noch dazu durch das zweite Eigentor des Tages – und diese dann über die Zeit brachte, muss für einige Kamener dann wohl Balsam für die Seele gewesen sein.

Der Unglücksrabe auf Billmerich-Seite war Pascal Krysteck, der die Kugel von Jan Jacob ins eigene Netz abfälschte. Während die Schlussphase Kahya gut gefiel, hatte der Kamener SC in Halbzeit zwei ansonsten recht wenige Torchancen. Vor allem mit dem Rasenplatz kam der KSC gar nicht zurecht. Kahya schüttelte nur den Kopf über den Zustand. „Am Ende war es ein Arbeitssieg. Wir sind geduldig geblieben“, sagte er.

Julian Knabe (r.) lässt sich nach seinem feinen 1:1-Ausgleichstreffer feiern. © Michael Neumann © Michael Neumann

Julian Knabe gleicht aus

Dass Billmerich alle Tore erzielte, sage alles über das Spiel aus, meinte Billmerich-Coach Flurim Ramaj. Fabian Pickull rutschte der Ball beim Klärungsversuch nach 28 Minuten über den Schlappen zur ersten Kamener Führung, die aber nur wenige Minuten hielt. Dann verwandelte Julian Knabe einen Steckball in die Tiefe zum Ausgleich. So hatte Billmerich die Gäste am Rande der ersten Niederlage und ging am Ende als bitterer Verlierer vom Platz.

BRB: Böcker – Potthoff, T. Schmidt, Eckhoff (84. Herrmann), Knabe, C. Schultz, S. Schmidt, Krysteck, Pickull, M. Schultz (77. Kallweit), Lange

KSC: Schrader – Bastürk (46. Brinkmann), Cirak, P. Denninghoff, Milder (86. Yildiz), Hahn, Lenz, Jacob (90.+7 Lorenz), Krause (F. Kücükyagci), Aktas, M. Kücükyagci

Tore: 0:1 Pickull (28., Eigentor), 1:1 Knabe (32.), 1:2 Krysteck (90.+6)

Über den Autor
Redakteur
Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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