Zwei Unnaer Fußball-Schwestern können verletzungsbedingt wieder nicht zusammen in ihrer Mannschaft spielen. © Michael Neumann
Fußball

Kreuzbandrisse setzen Unnaer Fußball-Schwestern außer Gefecht

Schlimmer geht´s nimmer. Zwei Fußball-Schwestern aus Unna haben gerade wieder zusammen in einer Mannschaft gespielt, da schlägt das Verletzungspech zu: Kreuzbandriss.

Für die Fußballerinnen von RW Unna läuft es eigentlich gut. Nach acht Spieltagen in der Bezirksliga rangieren die Damen auf dem dritten Tabellenrang. Zuletzt gab es ein 3:0 bei Eintracht Dorstfeld. Doch dabei liefen zwei Schwestern schon nicht mehr gemeinsam auf, denn das Verletzungspech hat wieder in der Familie zugeschlagen.

Das Datum kommt wie aus der Pistole geschossen: 28. April 2019. An diesen Tag erinnert sich Anna Koepe, Spielerin und Trainerin bei RW Unna, nur ungern zurück. „Wir haben unser Spiel gegen die eigene zweite Mannschaft ausgetragen, als ich mich nach einem Zweikampf verletzte“, sagt die heute 25-Jährige. Die bittere Diagnose: Kreuzbandriss.

Anna Koepe seit dieser Saison wieder Stammspielerin bei RW Unna

Gut zwei Jahre hat sie – auch pandemiebedingt – anschließend kein Fußball mehr gespielt. Sie kurierte ihre Verletzung aus und arbeitete sich nach und nach wieder ins Team zurück. Mit der neuen Saison ist sie wieder Stammspielerin und möchte an der Seite ihre Schwester Sarah möglichst weit kommen. Beide sollen das sichere Duo der Innenverteidigung bilden – doch dazu ist es bislang noch nicht gekommen.

Anna Koepe (rechts) ist mittlerweile wieder einsatzfähig, dafür aber hat sich ihre Schwester Sarah nun einen Kreuzbandanriss zugezogen.
Anna Koepe (rechts) ist mittlerweile wieder einsatzfähig, dafür aber hat sich ihre Schwester Sarah nun einen Kreuzbandanriss zugezogen. © Picasa © Picasa

Dieser Wunsch ist vorerst auch jäh zerplatzt. Das Verletzungspech schlug jetzt wieder zu – und traf diesmal Sarah Koepe. Im Spiel Ende September gegen den FC Silschede riss sich die 19-Jährige das Kreuzband an. Eine fast ähnliche Verletzung wie bei Anna, auf jeden Fall aber wie bei der Schwester am linken Knie.

Und: „Ja, es war auch bei mir in einer Zweikampfsituation. Ich wollte den Ball rausspielen, da rauscht von hinten eine Spielerin in mich hinein“, erklärt die Unnaerin. „Ich hab mich richtig erschrocken und hatte gleich ein Taubheitsgefühl im Knie. Da war mir klar, das ist nichts Harmloses.“

„Es ist richtig gruselig, wie dünn das Bein auf einmal wird.“

Sarah Koepe, RW Unna

Mittlerweile hat Sarah Koepe schon einige Arztbesuche hinter sich, da es aktuell noch schwer zu sagen ist, ob es sich um einen Riss oder Teilanriss handelt. Danach richtet sich die weitere Behandlungsform. So oder so wird sie in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Das macht der Soziologie-Studentin aus Münster schon zu schaffen. „Es ist richtig gruselig, wie dünn das Bein auf einmal wird, wenn man es nicht voll belasten kann“, beschreibt sie. Als Ausgleich zum Studium habe Sarah Koepe drei Mal in der Wochen Sport getrieben. Jetzt muss sie zuschauen. „Es ist schlimm, bei den Spielen nur zuzugucken. Das nervt mich.“

Und auch aus dem gemeinsamen Fußballspiel mit ihrer Schwester wird für die Defensivfrau vorerst nichts. Für den Verein RW Unna will sie sich dennoch auch in der Verletzungsphase engagieren: „Wir haben einen Fußballkindergarten für drei- bis sechsjährige Kinder. Vielleicht kann ich da etwas machen.“

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