Für zwei weitere Jahre im Amt: RWU-Boss Thorsten Schwarz wurde von den Mitgliedern als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt. © Schürmann
Fußball

Nach der Wiederwahl: RWU-Boss Thorsten Schwarz will neue Mannschaft gründen

Thorsten Schwarz träumt von der Bezirksliga-Rückkehr der Herren und dem Landesliga-Aufstieg der Damen. Aber er will in naher Zukunft noch eine weitere Fußballmannschaft an den Start bringen.

Für zwei weitere Jahre haben die Mitglieder am Montag (18.10.) Thorsten Schwarz, dem Vorsitzenden des Gesamtvereins RW Unna, das Vertrauen geschenkt. Einstimmig wurde Schwarz von den 43 anwesenden Mitgliedern wiedergewählt. Damit geht der 46-Jährige bereits in sein fünftes Jahr als RWU-Boss. Im Gespräch mit der Sportredaktion spricht er über die Ziele seines Vereins und Projekte, die er gerne angehen möchte.

Herr Schwarz, als Sie das Amt des Vorsitzenden 2017 übernommen haben, spielte die erste Mannschaft noch in der Bezirksliga. Tut sie das auch wieder, wenn Ihre aktuelle Amtszeit vorüber ist?

Das würde ich mir wünschen. Wir sind mit unserer Ersten gerade auf einem guten Weg, stehen auf Platz zwei hinter dem Kamener SC. Es sind noch einige Spiele zu absolvieren, daher müssen wir mal sehen, wo uns die Reise hinführt. Ich würde den Aufstieg dieses Jahr aber nicht als Ziel ausgeben. Aber mittelfristig wollen wir wieder hoch, das ist klar.

Die Frauenmannschaft spielt schon da, wo die Herrenmannschaft gerne hinmöchte…
Stimmt, und ich finde, die Mannschaft von Anna Koepe – unsere neue Abteilungsleiterin für den Frauenfußball – hat sogar das Zeug, um in die Landesliga aufzusteigen. In der Truppe haben wir einige Top-Spielerinnen. Auf die bisher gezeigten Leistungen können wir sehr stolz sein.

Wie ist RW Unna durch die Pandemie gekommen? Gab es einen Mitgliederrückgang?

Den gab es tatsächlich – vor allem im Jugend- und Leichtathletikbereich. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, nach der Öffnung des Sports im Sommer, die Mitgliederzahlen wieder zu stabilisieren. Beim Landessportbund hatten wir zwischenzeitlich nur noch 615 Mitglieder gemeldet. Inzwischen stehen wir wieder bei über 700. Die Corona-Delle konnten wir also ausgleichen.

Wie ist Ihnen das gelungen?

Wir sind immer bemüht, neue Mitglieder zu finden. Das schaffen wir auch dadurch, dass wir neue Angebote geschaffen haben. Wie zum Beispiel den Fußball-Kindergarten, in dem die Allerkleinsten schon früh mit dem Fußball in Berührung kommen. Das wollen wir noch weiter ausbauen, denn zurzeit gibt es sogar eine Warteliste. Im Fußball-Kindergarten spielen die Kinder ganz bewusst nicht im Spielbetrieb. Wir wollen keinen unnötigen Druck aufbauen. Und wenn wir merken, mit dem Ball klappt es doch nicht so gut, steckt in den Kindern vielleicht großes Potenzial für die Leichtathletik.

Welche Projekte würden Sie gerne angehen?

Gerade für die älteren Jahrgänge wollen wir auch noch mehr Angebote schaffen. Ein Ziel ist es daher, bald eine Gehfußball-Mannschaft an den Start zu bringen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Jugendabteilung?

Es läuft wirklich sehr gut. Wir stellen in der Jugendspielgemeinschaft mit Billmerich wieder eine A- und B-Jugend. Das ist bemerkenswert, weil Kinder und Jugendliche in dem Alter heute auch schon mal ganz andere Interessen haben. Die B-Juniorinnen spielen schon seit fünf Jahren in der Bezirksliga. Und viele unserer Jugendtrainer sind gewillt, sich fortzubilden und Trainer-Lizenzen zu erwerben. Das stößt bei uns natürlich auf Gegenliebe, weswegen wir auch immer bereit sind, die Ausbildung finanziell zu unterstützen.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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