Weit hinter der Torfabrik VfL Kamens Torwart David Hellebrandt träumt von der Landesliga

Zurück im Kamener Kasten: David Hellebrandt
Zurück im Kamener Kasten: David Hellebrandt bekommt nach dem Aufstieg wieder mehr Spielpraxis. © Reith
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Sie treffen, treffen und treffen. Die Offensive beim VfL Kamen produziert Woche für Woche ein Tor-Spektakel nach dem anderen. Deutlich beschaulicher ging es beim Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga 7 zuletzt auf der anderen Seite des Platzes zu.

Fußball Bezirksliga 7

VfL Wolbeck – VfL Kamen

Dort steht mit David Hellebrandt ein Keeper im Tor, der seinen letzten beiden Spielen die viel zitierte „Null“ hielt. „Das waren jetzt zwar nicht die Top-Gegner, aber immerhin“, übt sich der Keeper des VfL in Bescheidenheit über die Partien.

Dass er überhaupt nochmal so in den Fokus rücken würde, damit hatte der 32-Jährige nicht wirklich mehr gerechnet. „In der letzten Saison habe ich sehr oft auf der Bank gesessen, hatte nur vier Einsätze“, berichtet der Schlussmann auch von anderen Zeiten.

Da war er hinter Joel Kiranyaz nur die Nummer zwei im Team. „Ich will spielen. Von der Bank aus eine Partie zu schauen ist schwer für mich“, macht Hellebrandt keinen Hehl aus der Situation.

Zurückgekämpft nach Zwischentief

Kiranyaz wechselte bekanntlich kurz vor Toreschluss noch den Verein und der VfL Kamen setzte fortan auf Hellebrandt. „Das hat anfangs auch gut geklappt, allerdings hatte ich dann ein paar Böcke drin“, geht der Routinier selbstkritisch mit seinen Leistungen um. „Da hat Oktay Düzgün seine Chance zu Recht bekommen und auch genutzt.“

Was folgte, war eine gewisse Rotation der beiden Keeper. Zuletzt in Hultrop (11:1) stand Düzgün im Kasten, davor war es in Wiescherhöfen (11:0) und gegen Neubeckum (9:0) eben Hellebrandt.

David Hellebrandt
David Hellebrandt in Aktion. Der Keeper hat wieder mehr Anteile und teilt sich den Posten zwischen Pfosten mit Oktay Düzgün. © Daniel Knapp

Viel zu tun hatte er dabei nicht, denn gegen den Kamener Offensivwirbel kommt in der Liga kaum einer an. „Gegen diese Profis ist es echt schwer“, lacht der Keeper, der sich mit der „Beschäftigungslosigkeit“ zwangsläufig angefreundet hat.

„Na klar bist du als Keeper gerne auch mal mittendrin. Aber ich spiele auch gerne zu Null.“

Am Sonntag ab 14.30 Uhr kann das in Wolbeck natürlich gerne so weitergehen, denn den Platz an der Sonne will auch Hellebrandt erfolgreich verteidigen. „Gerne wollen wir auch am Ende der Saison ganz oben stehen“, ist das Ziel klipp und klar gesetzt.