Abstieg oder Klassenerhalt: SV Stockum bangt um die restliche Saison nach dem Coronavirus

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Aktuell ist die Saison im Amateurfußball lediglich unterbrochen worden. Der SV Stockum bangt und hofft, dass ein Szenario nicht eintreten wird.

Stockum

, 16.03.2020, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war der SV Stockum mit einem guten Gefühl aus der Winterpause gekommen. Zwar steht der Fußball-A-Ligist aktuell auf einem Abstiegsplatz - aber mit einem neuen Trainer und einigen vielversprechenden Verpflichtungen war die Hoffnung auf Besserung groß. Nun wird sie durch die Saisonunterbrechung aufgrund des Coronavirus aber gestoppt.

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Zwar ist die Saison aktuell nur bis zum 19. April unterbrochen - dennoch stellt sich für den Verein nun die Frage, wie es danach weitergeht. Denn sollte die Saison doch vorzeitig beendet werden, stünde der SV Stockum auf einem Abstiegsplatz. Aber würde es dabei dann auch bleiben?

„Ich hoffe nicht“, sagt Yassine Najih, Geschäftsführer des A-Ligisten. „Das wäre meiner Meinung nach die unfairste Lösung. Schließlich gäbe es für uns ja noch die durchaus realistische Chance, in der Liga zu bleiben.“ Mit sechs Punkten bei neun noch ausstehenden Partien stehen die Stockumer auf dem Abstiegsplatz - sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer. Und die Möglichkeit darauf dürfe dem Verein nicht aufgrund einer höheren Macht wie dem Coronavirus zerstört werden.

Stattdessen hält der Stockumer Geschäftsführer eine komplette Annullierung für denkbar. „Das wäre, denke ich, nur gerecht, wenn alles auf Null gesetzt werden würde. Es wäre die gesundeste Lösung.“

Dass vermutlich nicht alle Vereine seine Meinung teilen, ist Najih bewusst. „Natürlich kann man das so und so sehen“, sagt er. „Wenn ein Verein aktuell ganz oben steht, wird er eine Wertung der aktuellen Situation mit Kusshand nehmen. Für die Absteiger dagegen wäre es nicht fair.“

Am klügsten, findet Najih, wäre eine Fortführung der Saison in englischen Wochen - wenn es das Gesundheitssystem zulässt. „Es würde einfach am meisten Sinn machen, wenn man neben dem Sonntag einen zweiten festen Spieltag hätte“, so der Geschäftsführer. „Natürlich ist das schwierig, weil jede Mannschaft Spieler im Spätdienst hat. Aber ich glaube, das würde jeder verstehen.“

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Bis es in der aktuellen Coronakrise einen klaren Plan für den weiteren Saisonverlauf gibt, kann es wohl noch ein bisschen dauern. Yassine Najih mahnt seine Teams aber zur Ruhe. „Natürlich ist es bei uns aktuell das beherrschende Thema und alle malen sich irgendwelche Szenarien aus, wie es weitergehen könnte“, so Najih. „Aber es hilft uns gar nichts, jetzt die ganze Zeit darüber zu spekulieren. Wir warten mindestens bis zum 19. April ab und werden sehen, wie am Ende entschieden wird.“

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