Beim SV Herbern steht vorerst ein neues altes Gesicht im Tor

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Sven Freitag verletzt, Jens Haarseim angeschlagen - das Luxusproblem im Tor des SV Herbern entwickelte sich zuletzt zu einer kleinen Krise. Jetzt bekommt der SVH Unterstützung von einem alten Bekannten.

Herbern

, 28.01.2020, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Hinrunde noch war der SV Herbern im Tor wohl einer der am besten aufgestellten Vereine in der Landesliga 4. Sven Freitag und Jens Haarseim sind zwei Keeper auf hohem Niveau, sodass sich in der Hinrunde auch keine Nummer eins herauskristallisieren konnte.

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Jetzt aber hat sich die Situation gedreht. Nachdem sich Sven Freitag schon am Ende der Hinrunde schwerer verletzt hatte und vorerst ausfallen wird, ist auch Jens Haarseim durch einen Muskelfaserriss aktuell nicht dabei. Die Herberner haben aber eine Lösung gefunden.

Und die heißt Leo Fenker. Der Keeper war bis zum Ende der vergangenen Saison Teil der Herberner Mannschaft gewesen, hatte dann aber das Team verlassen, weil er neben seinem Job noch ein Studium angefangen hat. Jetzt ist er wieder da, stand schon beim Davertcup und auch bei den bisherigen Testspielen wieder für die Herberner auf dem Rasen.

Beim SV Herbern steht vorerst ein neues altes Gesicht im Tor

Schon beim Davertpokal half Leo Fenker bei seinen alten Teamkollegen aus. © Johanna Wiening

„Ich hab bei meinem Abschied schon gesagt, dass Holger, Jens und Martin mich gerne anrufen können, wenn Not am Mann ist. Dass sie das so wörtlich nehmen, habe ich nicht gedacht“, erzählte der Herberner Keeper schmunzelnd. „Aber als sie mich beim Davertpokal von der Tribüne weggeholt haben, habe ich mein Wort natürlich gehalten und mich ins Tor gestellt.“

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Bei dem Hallenturnier selbst war Leo Fenker noch der festen Überzeugung gewesen - das war eine einmalige Sache. Als Holger Möllers sich aber einige Tage später erneut bei dem Torhüter meldete und fragte, ob er nicht wieder Lust hätte zu kicken, war für Fenker die Antwort sofort klar: „Ich hatte sowieso überlegt, wieder mit Fußball anzufangen. Da traf sich das ganz gut und ich habe natürlich direkt zugesagt.“

Doch es bleibt das alte Problem: Der Aufwand einer Landesliga-Truppe, dreimal die Woche zu trainieren, ist für Leo Fenker aktuell nicht stemmbar. „Ich möchte aber ein bis zweimal die Woche auf jeden Fall schaffen, das klappt ganz gut“, so der Torhüter.

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Aber was passiert, wenn Jens Haarseim und Sven Freitag zurück im Kader der Herberner sind? „Jens und Sven sind beide super Schnapper. Wie gut es bei mir mit dem Bälle fangen klappt, wird man dann sehen“, erklärt Fenker. „Aber ich werde sicherlich nicht absichtlich Bälle reinlassen. Am Ende entscheiden die Trainer.“

Lange Eingewöhnungszeit brauchte der Torhüter beim SV Herbern aber nicht. „Von 27 Spielern im Kader stand ich nur mit fünf noch nicht auf dem Platz. Da kommt man leicht wieder rein, der Kontakt ist ja auch nie abgebrochen“, erzählt Leo Fenker. „Aber spätestens, als Jens nach 30 Sekunden den ersten Spruch abgelassen hat, wusste ich, dass ich angekommen bin.“

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