Darum läuft es für den Werner SC gerade so gut - Kapitän Chris Thannheiser klärt auf

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„Das könnte unsere Saison werden“, sagte Chris Thannheiser nach dem Derbysieg gegen den SV Herbern zu seinem Team. Jetzt klärt der Kapitän des Werner SC auf, was er damit meint.

von Marcel Schürmann

Werne

, 13.09.2019, 10:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

15 Punkte aus fünf Spielen. Spitzenreiter in der Landesliga. Die Fußballer des Werner SC schweben derzeit auf einer Erfolgswelle. Auch fünf Tage nach dem jüngsten 3:1-Derbysieg des WSC gegen den SV Herbern war Chris Thannheiser die gute Laune deutlich anzuhören. Der Kapitän des Werner SC sprach mit Marcel Schürmann über die Gründe, warum es bei seinem Team aktuell so gut läuft.

Herr Thannheiser, Glückwunsch zum Derbysieg! Wie haben Sie das Derby erlebt?

Danke sehr. Das war einfach eine megageile Nummer. Endlich mal wieder ein Derby mit Stimmung und Emotionen. Nicht nur auf dem Platz, auch von außen. Das haben wir natürlich alle mitgekriegt. Letztes Jahr, fand ich, war die Stimmung nicht so gut wie im Vorjahr. Aber diesmal war auch das Spiel richtig spannend.

Im Anschluss haben Sie angekündigt: „Das könnte unsere Saison werden!“ Was genau meinen Sie damit?

Dass wir richtig, richtig viel erreichen können in dieser Saison und dass wir unser ganzes Potential, das schon seit einigen Jahren in uns schlummert, voll und ganz ausschöpfen können. Wo das endet, da will und kann ich mich nicht festlegen.

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Die Tabelle gibt derzeit sicherlich zusätzliches Selbstvertrauen...

Wir merken gerade, dass wir jeden in der Liga schlagen können. Dafür brauchen wir noch nicht mal den einen supertollen Tag. Wir sind durch unsere Mentalität einfach auf Augenhöhe. Einfach eine richtig eingeschworene Truppe, eine richtige Einheit. Einige Spieler spielen schon mehr als vier Jahre zusammen, sind untereinander befreundet. Bei uns herrscht zurzeit einfach nur positive Lockerheit. Aber wir steigern uns in jedem Training. Die Euphorie spielt da natürlich auch eine Rolle.

Haben Sie und ihre Mannschaftskollegen eigentlich eine Meisterprämie mit dem Vorstand ausgehandelt?

(lacht) Nein. Das Thema Titel hat niemand bei uns in den Mund genommen. Wenn das jemand gesagt hätte, wäre er von mir oder den Verantwortlichen auch ziemlich schnell eingeholt worden. Wenn es irgendwann mal nicht so gut läuft und wir die erste Niederlage kriegen, dann wird man sehen, wie wir damit umgehen. Da entscheidet sich der Charakter einer Mannschaft.

Schauen wir auf den kommenden Gegner Westfalia Gemen. In der vergangenen Saison gab es für den WSC zwei Niederlagen. Ist jetzt die Zeit für eine Wiedergutmachung?

Ich denke, das Spiel kommt zu einem guten Zeitpunkt. In der Vergangenheit hat Gemen uns das Leben immer schwer gemacht. Es wird Zeit, dass wir sie ärgern.

Sie hatten in dieser Saison nach Ihrer fast zweijährigen Pause bislang zwei Kurzeinsätze, wurden zweimal eingewechselt. Gegen den VfL Senden mussten Sie aber kurze Zeit später direkt wieder ausgewechselt werden und standen beim Derby nicht im Kader. Wann rechnen Sie damit, wieder auf dem Platz mitzumischen?

Ich habe mir gegen Senden eine Zerrung zugezogen. Nächste Woche will ich aber wieder ganz normal ins Training einsteigen.

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Auf Ihrer Position herrscht ganz schön Konkurrenzkampf. Die Spieler, die Sie vertreten, machen Ihren Job aktuell ganz gut, oder?

Absolut. Ich freue mich für die Jungs, Youssef (Youssef Saado, Anm. d. Red.), Ducki (Daniel Durkalic) und Jannik (Jannik Prinz) und gönne es ihnen, dass es zurzeit so gut läuft. Aber, wenn ich wieder da bin, dann wissen sie auch, dass ich Vollgas gebe. Auch das macht sie einen Tacken besser. Sie können aber auf jeden Fall damit rechnen, dass ich den einen oder anderen bald auch wegmachen werde (lacht).

Der SV Herbern spielt am Sonntag gegen seinen direkten Verfolger Westfalia Kinderhaus. Drücken sie dem SVH die Daumen?

Na klar, sie können uns auf jeden Fall helfen. Aber wir müssen natürlich in erster Linie auf uns selbst schauen.

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