„Das ist nicht ganz prickelnd“: Volleyballer können ab nächster Woche wieder trainieren

hzVolleyball

Auch die Volleyballer aus Werne waren von der Corona-Zwangspause im Kreis betroffen. Nun dürfen sie aber zurück in die Halle. Der Trainer sieht das Prozedere kritisch an.

Werne

, 17.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war schon ein bisschen ärgerlich für die Volleyballerinnen des TV Werne. Nachdem sie gut in die Oberliga-Saison gestartet waren, müssen sie nun eine Zwangspause einlegen. Doch das ist gar nicht das, was Trainer Bronek Bakiewicz an der Situation ein wenig nervt.

Zwei Spiele gewonnen und eins knapp mit 2:3 verloren: Nach der eher enttäuschenden Vorsaison sind die Volleyballerinnen des TV Werne in dieser Spielzeit gut aus den Startlöchern gekommen. Umso ärgerliche für sie, dass sie nun aufgrund des Kontaktsportverbots im Kreis Unna eine Zwangspause eingelegen müssen. „Nachdem wir letzte Saison nur wegen Corona die Klasse gehalten haben, ist es jetzt umso schöner, dass wir beweisen können, was wir spielerisch können“, lobt Bakiewicz, fügt aber auch an: „Und dann hast du so ein Jahr, wo du gut anfängst, und dann das.“

Eigentlich wollten sie nämlich letzte Woche dreimal trainieren. Das wurde abgesagt. Auch vier Spiele müssen wegen des Kontaktsportverbots verlegt werden. „Weil wir ja nicht trainieren durften“, sagt der Trainer. In der nächsten Woche dürfen die Volleyballer aber nach Absprache mit der Stadt wieder in die Halle. „Dieses ganze rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln ist nervig“, klagt Bakiewicz. Damit meint er das Hin und Her mit der Trainingsbedingung: „Wie willst du den Gegnern verkaufen, dass du absagst, weil du nicht trainieren kannst und ein paar Tage später trainiert man wieder?“

„Nicht nachvollziehbar“

Denn die vier Spielverlegungen würden nicht nur die kleine Serie des TV Werne unterbrechen. „Das ist lästig, weil wir dann in sehr kurzer Zeit viele Spiele machen müssen. Das ist nicht ganz prickelnd, um die Spiele aufzubereiten und sich auf das nächste Spiel vorzubereiten“, bemängelt der Coach.

Nun ist aber zumindest abgeklärt, dass die Volleyballer ihren Trainingsbetrieb ganz normal aufnehmen können, auch wenn Bakiewicz das etwas fraglich findet: „Wir dürfen in der Halle trainieren, aber die Fußballer draußen nicht? Das ist nicht richtig nachvollziehbar. Das hat dann auch die Konsequenz, dass irgendwann das keiner mehr richtig ernst nimmt, da sehe ich das Riesenproblem.“ Stattdessen fände er es logisch, den gesamten Sport pausieren zu lassen: „Sport ist schön, aber Gesundheit ist besser.“

Jetzt lesen

Weniger dramatisch sieht Bronek Bakiewicz den Trainingsausfall seines zweiten Teams, den Volleyballern des Werner SC: „Das hat nicht so riesige Auswirkungen, weil wir nicht so hoch spielen und die Mannschaft eh noch in einer Entwicklung ist“, sagt er. Deshalb sei die eine Woche trainingsfrei ohne Probleme gewesen, auch wenn man gerne trainiert hätte. Die Volleyballer des WSC spielen das nächste Mal am 31. Oktober.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt