Der Werner SC verabschiedet nach 38 Jahren Lutz Hammer

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38 Jahre war Lutz Hammer mit großem Engagement beim Werner SC in die Aufgaben eingebunden. Nun hat er sein Amt niedergelegt. Auch einen Nachfolger gibt es bereits.

Werne

, 27.08.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Samstag fand die Jahreshauptversammlung des Werner SC statt. Zum letzten Mal als Gesamtvorsitzender des Vereins dabei: Lutz Hammer. Der langjährige Vorsitzende des Werner SC gab das Zepter an seinen Nachfolger Oliver Grewe ab.

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Hammer war lange das Gesicht des Vereins. Seit der Gründung des Vereins war Hammer Vorsitzender. Schon vor der Gründung des Werner SC war er bereits drei Jahre lang Vorsitzender bei den Sportfreunden Werne. Im Jahr 1982 kam er in die Vereinsarbeit - damals noch als Vater eines fußballspielenden Jungen. Schnell wurde Hammer in die Arbeit der Funktionspositionen im Verein eingearbeitet.

Der Werner SC bezeichnet Lutz Hammer als einen „ganz Großen des Werner Sports“

So blickt Hammer auf 38 Jahre Vereinsarbeit zurück. Mit Hammer verliert der Werner SC einen „ganz Großen des Werner Sports“, wie ihn seine Vereinskollegen beschreiben. Hammer ist seit Jahrzehnten ein Aushängeschild in Sachen Ehrenamt in Werne. Er hat in seiner Karriere bereits viel mitgemacht.

Übungsleiter, Jugendleiter, Trainer, Jugendvorsitzender, Geschäftsführer aber auch Tätigkeiten wie Nikolaus sein oder den Fahrer zum Spielbetrieb machen, war für den Werner eine Selbstverständlichkeit. Neben dem Werner SC engagiert sich Hammer auch im Schützenverein Baaken.

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Nun ist für Hammer das Kapitel WSC als Vorsitzender endgültig beendet. Zum Abschied hielt der scheidende Vorsitzende eine bewegende Rede, indem er auf seine Zeit zurückblickte. Auf viele schöne und erfüllende Momente könne er zurückblicken. Dennoch waren auch Ereignisse dabei, die für einen Vorsitzenden nicht toll waren. „Die Schließung der zahlreichen Sportstätten waren sicherlich keine angenehmen Begleiterscheinungen“, sagte Hammer. In seiner Amtszeit mussten sechs Sportstätten schließen.

Hinzu kam der Platz im Lindert. Außerdem wurden fünf Turnhallen geschlossen. Hammer wolle zwar nicht nachtreten, dennoch stelle er sich die Frage, „ob ein Teil der Verkaufserlöse der entstandenen Freiflächen oder Baugebiete auch zu Nutzen des Sportes in Werne eingesetzt wurde. Nachgefragt haben wir als Verein mehrmals. Eine Antwort haben wir bis heute nicht erhalten.“

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Dennoch blicke er stolz auf seine Zeit im Verein zurück. Der WSC ist mit knapp 2000 Mitglieder der zweitgrößte Verein in Werne. Nach seiner Rede erhielt Hammer einen verdienten Applaus von den 34 anwesenden Mitgliedern. Die ein oder andere Träne wurde auch verdrückt.

Der neue Vorsitzende Oliver Grewe stellte sich kurz darauf vor. Grewe sieht seine Aufgabe darin, den Verein nach außen hin zu repräsentieren und alles zu versuchen, damit der Verein auch weiterhin ein Aushängeschild in Werne bleibt. Dafür möchte er sich um die Probleme in den einzelnen Abteilungen kümmern und diese an die Stadt und Politik weiterleiten. „Ich kann dies aber nicht allein erreichen. Wir müssen als Mannschaft auftreten. Ich hoffe ich werde in meiner Funktion unterstützt“, so Grewe.

Mit Hammer verließ der langjährige Kassierer Georg Fedeler den Vorstand. Auch mit ihm verliert der Verein jahrelanges Vorstandsmitglied. Fedeler hat die Finanzen des Vereins gut verwaltet und war zuverlässig in seinem Amt. Als Nachfolgerin wählte der Verein Beate Schmidt.

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