Der Werner SC will keine Annullierung der Saison

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Am Donnerstag endlich will der Verband eine Entscheidung darüber treffen, wie es im Amateurfußball weitergehen soll. Nun äußert sich der Werner SC, welche Empfehlung er dafür abgegeben hat.

Werne

, 20.04.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Sportarten haben bereits entschieden, wie die Saison weitergeht. Im Basketball sind ebenso wie im Tischtennis, Handball oder Volleyball schon Regelungen festgelegt worden. Am Donnerstag will nun auch der FLVW eine Empfehlung aussprechen, wie es für die Fußballer weitergehen soll.

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Und um da eine möglichst faire Entscheidung zu treffen, werden nun auch die Vereine herangezogen. Zwischen vier Möglichkeiten können sie auswählen, wie es nun weitergehen soll. Während die meisten heimischen Vereine für eine komplette Annullierung plädieren, hat sich der WSC für eine andere Option ausgesprochen.

„Wir haben auch für einen Abbruch, allerdings für eine Wertung der Saison plädiert“, berichtet Thomas Overmann, Vorsitzender des Werner SC. Die gerechteste Entscheidung sei es demnach, die Tabelle aus der Hinrunde heranzuziehen und daraus die Aufsteiger zu ermitteln, so der Vorsitzende.

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„Absteiger sollte es wohl nicht geben. Das wäre nicht fair“, so Overmann. Er führt den A-Ligisten SV Stockum als Beispiel an: „Die haben sich in der Winterpause super verstärkt. Man weiß es nicht, ob sie den Klassenerhalt geschafft hätten, aber die Möglichkeit hätten sie gehabt.“

„Man muss sich in die Lage der Teams versetzen, die viel investiert haben“

Bei einer kompletten Annullierung der Saison, die die meisten heimischen Vereine fordern, sieht Thomas Overmann ein Problem: „Für uns wäre das in Ordnung, wir haben ja sowieso nichts mit Auf- oder Abstieg zu tun. Aber man muss sich mal in die Lage der Teams versetzen, die viel investiert haben.“

Als direkten Konkurrenten der Werner nennt er Westfalia Kinderhaus, die bereits vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgegeben hatten: „In Kinderhaus haben die ja nicht nur 2,50 Euro in das Team investiert. Das wäre ganz bitter, wenn diese Investitionen am Ende umsonst gewesen wären.“

Auch in Sachen Kader sei das entscheidend, so Overmann: „Da gibt es ja Spieler, die nur ein Jahr Landesliga spielen wollten mit der Aussicht auf die Westfalenliga. Die überlegen sich dann auch, ob sie noch da bleiben.“

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Dass die Vereine zu ihrer Meinung über die Fortsetzung befragt wurden, hält der Vorsitzende für richtig: „Es ist sehr schlau, da eine Stimmungslage abzufragen. Trotzdem wird es eine schwierige Entscheidung für die Verantwortlichen, die ich sicher nicht treffen möchte.“

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