„Die Mannschaft hat Charakter“ - Frank Heidemann im Interview nach dem Kreispokal-Erfolg

hzSV Herbern

Der SV Herbern ist Kreispokalsieger der Saison 2018/2019. Nach dem Finale gegen Gievenbeck fand der Sportliche Leiter des SVH, Frank Heidemann, klare Worte zur Leistung des Teams.

Herbern

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach dem 2:0-Pokalerfolg gegen den Oberligisten FC Gievenbeck vor rund einer Woche, sprach Frank Heidemann, Sportlicher Leiter der Fußballabteilung des SV Herbern, über das Kreispokalfinale, die Leistung des Landesliga-Teams des SVH und die Verabschiedung der Leistungsträger.

Herr Heidemann, wie haben Sie das Finale erlebt?

Die ersten zehn Minuten sind wir schwer reingekommen. Danach gehörte der Rest der ersten Halbzeit klar uns. Wir waren die Mannschaft, die den Ball haben wollte, die nach vorne gespielt hat, die auch versucht hat, Fußball zu spielen und nicht nur mit langen Bällen operiert.

In der zweiten Halbzeit so ein bisschen die gleiche Geschichte. Wieder schwer reingekommen, Gievenbeck hat ein bisschen mehr getan, offensiver aufgestellt. Sie hätten den ein oder anderen Konter machen können. Leo (Leonhard Fenker, Torwart des SV Herbern, Anm. d. Red.) hat uns ein, zwei schöne Dinger rausgeholt. Aber im Endeffekt glaube ich, dass 2:0 ein verdientes Ergebnis ist.

Im Halbfinale wurde ein Westfalenligist rausgeworfen, im Finale nun ein Oberligist geschlagen. Was sagt das über die Mannschaft aus?

Die Mannschaft hat Charakter. Sie hat einen sehr, sehr starken Willen über die Leistungsgrenze hinauszugehen, was man im Finale auch deutlich gesehen hat. Viele Spieler sind bei 110 Prozent, wie man so schön sagt, noch hinterhergelaufen, obwohl sie eigentlich stehend k.o. waren. Das zeichnet uns natürlich auch aus, ohne jetzt überhart zu spielen. Wir haben hart gespielt, aber ich finde nicht überhart.

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Wie emotional war das Finale denn im Zusammenhang mit den Verabschiedungen von Oscar Cabrera, Simon Mors und Leonhard Fenker?

Da wir das Ganze ja wussten im Endeffekt und wir die Verabschiedung der Spieler durch den Tod von Raimund (Raimund Wessling, Betreuer des SV Herbern, Anm. d. Red.) verschoben haben, war das nicht mehr ganz so extrem. Das ist schon ein sehr, sehr großer Verlust mit allen vieren. Auch Lennart (Lennart Pinnekämper, Spieler des SV Herbern, Anm. d. Red.), der uns verlassen wird und nicht so viel gespielt hat dieses Jahr. Aber die Jungs passen alle zu uns und dementsprechend ist es traurig, wenn Leute, die zu uns passen, den Verein verlassen.

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