Die Strafe für Serkan Adas ist unbedingt notwendig - aber zu hart

hzKommentar

Serkan Adas, Spieler des Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne, ist nach seiner Spuckattacke im Kreispokal-Halbfinale lange gesperrt. Zu lange, findet unsere Autorin.

Werne

, 04.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war eine Attacke, die sicherlich unter die Kategorie grobe Unsportlichkeit. Nach einer Beleidigung spuckte Serkan Adas, Spieler von Eintracht Werne, seinen Gegenspieler an. Eine Respektlosigkeit, die natürlich vollkommen zurecht mit der Roten Karte bestraft wurde.

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Lassen Sie mich eins vorweg klarstellen: Serkan Adas gehört für diese Tätlichkeit hart bestraft. Es ist vollkommen logisch, dass eine Spuckattacke nicht mit zwei Spielen Sperre abgegolten ist. Schließlich handelt es sich hier um ein schwereres Vergehen als eine Beleidigung, die sicherlich nicht nur einem Spieler auf dem Platz rausrutscht.

Aber dennoch bin ich der Meinung: Sechs Monate sind eine Spur zu hart für den 25-jährigen Werner. Besonders, wenn man bedenkt, was Trainer Mario Martinovic berichtete: Serkan Adas zeigt Reue. Er hat sich bereits entschuldigt, bei der eigenen Mannschaft, so wie auch bei seinem Gegenspieler.

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Dazu kommt: Vielleicht ist Serkan Adas früher bereits wegen Unsportlichkeit aufgefallen. Doch mittlerweile ist er so weit gereift, dass er sich in seiner Zeit bei Eintracht Werne nie etwas zuschulden kommen lassen hat. Er war, zumindest seit er im Dahl die Fußballschuhe schnürt, kein Spieler, der mit einem hitzigen Temperament aufgefallen wäre.

Demnach bin ich der Meinung: Auch drei Monate hätten gereicht. Dem Verein hätte er dann trotzdem schmerzlich gefehlt, eine (zu Recht!) harte Bestrafung wäre es für Serkan Adas trotzdem gewesen. Vielleicht bekommt die Eintracht durch die Hintertür, die das Kreissportgericht offen gelassen hat, ja noch eine Chance, Serkan Adas schon in drei Monaten wieder auf dem Platz begrüßen zu dürfen.

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