Die Werner Handballerinnen wollen endlich wieder punkten, die Männer haben Personalsorgen

Handball am Wochenende

Die Handball-Damen des TV Werne wollen am Samstag gegen den Tabellenletzten Teutonia Riemke II zwei Punkte. Die ersatzgeschwächten Handballer empfangen Unna-Massen.

Werne

, 29.11.2018, 16:51 Uhr / Lesedauer: 3 min
Stefanie Goletz (M.) und die Handball-Damen des TV Werne wollen gegen Teutonia Riemke II endlich wieder punkten.

Stefanie Goletz (M.) und die Handball-Damen des TV Werne wollen gegen Teutonia Riemke II endlich wieder punkten. © Helga Felgenträger

Die Niederlage vor zwei Wochen gegen den bis dahin sieglosen TV Wanne tat den Landesliga-Damen des TV Werne so richtig weh. Ein Sieg am Samstag, 1. Dezember, gegen Teutonia Riemke II soll das wieder wettmachen.

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TV Werne – Teutonia Riemke II

TVW-Trainer Fabian Schwenk gibt vor dem Spiel zu, dass das 15:29 gegen Wanne ein harter Rückschlag war: „Das war wirklich schwer zu verarbeiten“, erklärt der 30-Jährige. Während der zweiwöchigen Pause aufgrund des Totensonntags habe seine Mannschaft versucht, die Defizite aufzuarbeiten. In den vergangenen Spielen habe es vor allem an der Konzentration und der Chancenverwertung gehapert. Die Torgefährlichkeit seiner Spielerinnen müsse gegen Riemke besser werden, um die drei Punkte in Werne zu behalten.

Ob seine Spielerinnen befreit an die schwere Aufgabe gegen die Gäste aus Bochum gehen können, kann Schwenk vor dem Anpfiff nicht sagen: „Das ist eine reine Kopfsache, jeder muss bereit sein, hundert Prozent zu geben.“ Brisant: Die Riemkerinnen konnten in der laufenden Saison bisher noch keinen Sieg holen. Das hatte die Mannschaft des TV Wanne auch nicht – bis zum Spiel gegen den TV Werne vor zwei Wochen. Angst vor einem Deja-Vu habe seine Mannschaft aber nicht, erklärt Schwenk und greift in die Phrasen-Kiste: „Wir müssen einfach von Spiel zu Spiel denken.“ Die Landesliga sei mit Ausnahme der beiden Mannschaften auf den Plätzen eins und zwei – Ahlen und Hamm – sehr ausgeglichen.

Damit hat Schwenk nicht unrecht: Seine Wernerinnen stehen momentan mit 6:10 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz, mit einem Sieg gegen Riemke könnte der TVW punktemäßig bis zum Sechsten aufschließen. Bis zum Elften – dem TV Wanne – sind es immerhin noch vier Punkte Vorsprung. Die Werner Handballerinnen müssen am Wochenende also endlich an ihre Grenzen gehen, um die Tabellensituation und noch etwas anderes zu verbessern, wie Schwenk weiß: „Gegen Riemke zu punkten, wäre ganz wichtig für die Mentalität.“

Möglich sind zwei Punkte am Samstag auf jeden Fall, Fabian Schwenk hat sich die Gäste aus Bochum zu Beginn der Saison angesehen und habe damals nichts von der Härte gesehen, für die die Mannschaften aus Riemke eigentlich bekannt seien. Für den TVW ist also alles drin. Anwurf ist um 17 Uhr in der Sporthalle am Schulzentrum, Im Lindert, Werne.

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TV Werne – Unna Massen

Für die Handball-Herren des TV Werne ist es in letzter Zeit mehr als gut gelaufen – aus den vergangenen vier Spielen holte das Team von Trainer Axel Taudien vier Siege. Die Serie will der TVW am Samstag, 1. Dezember, um 19 Uhr gegen die SGH Unna Massen ausbauen.

Die zweiwöchige Pause haben die Werner Handballer einigermaßen gut überstanden – beim Training hätten viele Spieler – auch urlaubsbedingt – gefehlt, erklärt Trainer Axel Taudien. Keine optimalen Voraussetzungen also für das anstehende Spiel gegen Unna Massen. „Die haben eine gute Mischung aus jungen und älteren Spielern, sind also erfahren und gleichzeitig auch schnell und spritzig“, weiß Taudien.

Keine einfache Aufgabe. Was das Ganze noch schwieriger macht: Den Wernern fehlen am Samstag neben Fabian Brocke auch Fabian Schüttpelz und Jonas Hüttemann aus beruflichen Gründen und krankheitsbedingt. Außerdem stehe noch nicht fest, ob Julian Berg und David Leidecker auf der Platte stehen werden.

Trotz der erschwerten Bedingungen wäre ein Sieg für das Team von Taudien, das momentan mit 14:4 Zählern auf dem vierten Platz steht, extrem wichtig: Ennigerloh und der SuS Oberaden II, die beide punktgleich vor den Wernern stehen, nehmen sich beim Spitzenduell am Wochenende nämlich gegenseitig die Punkte weg – die Chance für den TVW vorbeizuziehen.

Egal wie, Taudien will auch mit den nicht optimalen Voraussetzungen einen Sieg – zur Not auch wieder so knapp wie in den letzten Spielen, bei denen seine Schützlinge das Siegtor jeweils erst in den letzten Sekunden warfen. „Wenn das Ergebnis am Ende wieder zu unseren Gunsten ausfällt, ist es mir egal, wie knapp der Spielverlauf aussieht“, erklärt Taudien.

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