Die wichtigsten Regeln: Grätschen verboten und kleiner Ball bei den Stadtmeisterschaften

hzWerner Hallenstadtmeisterschaften

Bei den Werner Hallenfußball-Stadtmeisterschaften werden auch in diesem Jahr die noch relativ neuen Hallenregeln angewendet. Hier gibt’s die wichtigsten Regeln im Überblick.

von Marcel Schürmann

Werne

, 27.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Halle hat ihre eigenen Gesetze. Das ist nicht nur ein Spruch, der oft von unterklassigen Mannschaften vor einem Duell mit einer favorisierten höherklassigen Mannschaft verwendet wird. In der Halle kommen tatsächlich andere Regeln zum Tragen als auf normalen Fußballplätzen. Wir haben die wichtigsten Regeln für Sie zusammengefasst, die auch bei den Werner Stadtmeisterschaften angewendet werden.

Das Spielgerät: In der Halle rollt der Futsal. Seit der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) den klassischen Fußball im Jahr 2014 für die Halle abgeschafft hat, darf bei offiziellen Hallenturnieren nur noch der Futsal-Ball eingesetzt werden. Beim Futsal-Ball handelt es sich um ein kleineres aber in Relation zur Größe schwereres Spielgerät, das im Vergleich zum normalen Lederball nicht so hochspringt. Für technisch weniger versierte Spieler ist er damit einfacher zu kontrollieren, Weitschüsse sind mit dem Futsal-Ball fast unmöglich, aber erlaubt - auch aus der eigenen Hälfte.

Die Tore: Im Vergleich zu Fußballtoren auf Außenplätzen, sind die Tore in der Halle kleiner. Anstatt 7,32 Meter beträgt der Abstand der beiden Innenpfosten zueinander lediglich fünf Meter. „Auch bei den Junioren wird auf die Fünf-Meter-Tore gespielt“, sagt Sascha Hilmer, Geschäftsführer vom Ausrichter der diesjährigen Stadtmeisterschaften, Eintracht Werne. Theoretisch wäre es den Junioren sogar erlaubt, auf zwei beziehungsweise drei Meter breite Tore zu spielen. Die Höhe der Tore beträgt zwei Meter. Damit hängt die Latte um 44 Zentimeter niedriger als bei Toren auf Außenplätzen.

Die Bande: In der Linderthalle gibt es eine einseitige Bande: und zwar auf der Seite der Zeitnehmer, also gegenüber der Zuschauertribüne. Auf der Tribünenseite gibt es eine Auslinie. Es gibt keinen Einwurf. Beim Übertreten des Balles der Außenlinie wird der Ball durch „Einkicken“ wieder ins Spiel gebracht, wodurch jedoch kein direktes Tor erzielt werden darf.

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Der Strafraum: Anders als auf Außenplätzen muss der Strafraum nicht zwingend eckig sein. In der Linderthalle entspricht der Strafraum dem Wurfkreis, also dem Torraum beim Handball, der einen Abstand von sechs Metern zur Torlinie hat.

Der Strafstoß: Bei einem Hand- oder Foulspiel im Strafraum gibt es einen Strafstoß. Die Entfernung zum Tor beträgt allerdings nur neun anstatt der von Außenplätzen bekannten elf Meter.

Die Mannschaft: Maximal darf eine Mannschaft 15 Spieler auf den Mannschaftsbogen eintragen - das gilt für alle Altersklassen. Bei den Senioren wird mit vier Feldspielern und einem Torwart gespielt. Bei den Junioren dürfen sogar fünf beziehungsweise sechs Feldspieler - abhängig von der Altersklasse - zeitgleich auf dem Feld stehen.

Die wichtigsten Regeln: Grätschen verboten und kleiner Ball bei den Stadtmeisterschaften

Die Grätsche gehört seit einigen Jahren in der Halle der Vergangenheit an. Seit 2014 ist das Grätschen verboten. © Foto: Tina Nitsche

Die Spielregeln: In der Halle gibt es kein Abseits. Generell ist das Grätschen in der Halle verboten und wird immer mit einem Freistoß für die gegnerische Mannschaft geahndet. Dies gilt jedoch nicht für den Torwart im eigenen Strafraum, sofern die Aktion nicht fahrlässig, rücksichtslos oder übermäßig hart erfolgt. Darüber hinaus muss nach einer Unterbrechung das Spiel schnellstmöglich fortgesetzt werden. Erfolgt die Spielfortsetzung (Ausnahmen Strafstoß und Anstoß) nicht innerhalb von vier Sekunden, bekommt die andere Mannschaft den Ball. Eine Besonderheit ist, dass der Torwart den Ball nie länger als vier Sekunden am Fuß oder in der Hand führen darf. Überschreitet der Keeper die vier Sekunden, gibt es Freistoß für den Gegner.

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Die Fairplay-Regel: Bei den F- und G-Junioren (Mini-Kicker) dürfen keine Turniersieger ermittelt werden. Hier steht der Spaß im Vordergrund.

Die Strafen: Nach Foulspielen können die Schiedsrichter eine Verwarnung aussprechen, oder eine Zwei-Minuten-Strafe verhängen. Die Mannschaft kann bei Unterzahl wieder durch einen Spieler ergänzt werden, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt hat, spätestens aber nach Ablauf von zwei Minuten. Erhält ein Spieler in einem Spiel zum zweiten Mal eine Zeitstrafe, so darf er im gesamten Turnier nicht mehr eingesetzt werden.

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