Eine feste Größe beim SV Herbern: Flügelspieler Marcel Scholtysik (22)

SV Herbern

Marcel Scholtysik ist mittlerweile in seiner vierten Saison in Herbern. Der Flügelspieler gehört zum Stamminventar von SVH-Trainer Holger Möllers.

Herbern

, 16.08.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine feste Größe beim SV Herbern: Flügelspieler Marcel Scholtysik (22)

Eine wichtige Stütze beim SV Herbern: Flügelspieler Marcel Scholtysik. © David Döring

Langer Ball auf die linke Seite, Herberns Marcel Scholtysik nimmt den Ball gefühlvoll herunter. Der erste Gegenspieler sprintet ran, Scholtysik lässt ihn mit einer einfachen Körpertäuschung aussteigen. Es ist Platz in Richtung Zentrum. Scholtysik zieht rein, den Ball eng am Fuß führend. Ein kurzer Blick nach oben. Gegenspieler zwei probiert es. Scholtysik lässt auch ihn stehen. Es ist der spiegelverkehrte Arjen Robben, den Scholtysik hier mimt. Nur von der linken Seite nach rechts reingezogen, den Ball eng am Fuß führend, den Blick immer wieder nach oben gehen lassen. Quirlig, wendig, beweglich. So präsentiert er sich.

Der Abschluss kommt, der Ball geht knapp am Tor vorbei. Kein Treffer für Marcel Scholtysik, doch eine Szene aus dem Spiel in der ersten Runde des Westfalenpokals Anfang August gegen den Bezirksligisten TuS Dornberg, die sinnbildlich dafür ist, wie immens wichtig der 22-Jährige für den SV Herbern ist.

Mannschaft steht über allem beim SV Herbern

Scholtysik ist in seiner vierten Spielzeit in Herbern, gehört trotz seines jungen Alters von 22 Jahren zu den Führungsspielern beim SVH. Er treibt seine Mitspieler an, hadert, wenn es nicht läuft, jubelt mit den Kollegen, wenn es klappt. Ein Teamplayer durch und durch. Hinzu glänzt er mit guter Technik und dem Blick für die richtigen Räume in der Offensive. Ab und an kommt es vor, das mal ein Haken zu viel dabei ist, der Flügelspieler den Ball verliert, doch Scholtysik arbeitet dann genau so nach hinten und reibt sich auch defensiv auf.

Eine feste Größe beim SV Herbern: Flügelspieler Marcel Scholtysik (22)

Scholtysik jubelt mit Torjäger Whitson. Ein regelmäßiges Bild beim SV Herbern. © Döring

„Eigentlich komme ich mehr über die Torvorlagen“, erklärt er, angesprochen auf seine persönlichen Saisonziele. „Ich will mich dieses Jahr weiterentwickeln. Zu einem besseren Spieler werden, der vor allem der Mannschaft hilft.“ Die Mannschaft steht über allem beim SV Herbern, das preisen sie alle an. So wird das auch bei Scholtysik deutlich, wenn man ihn auf die Neuzugänge anspricht. Bevor er nur ein einziges Wort über diese verliert, macht er noch mal deutlich, welchen Aderlass der SV Herbern hinnehmen musste.

„Uns haben drei wichtige Spieler verlassen (Simon Mors, Oscar Cabrera, Leonhard Fenker; Anm. d. Red.). Vor allem Oscars Verlust ist hart gewesen“, erklärt Scholtysik. Er bezeichnet Cabrera als wichtigen Charakter auf und auch neben dem Platz. Scholtysik und der Spanier haben viel miteinander unternommen, glänzten durch eine gute Chemie zueinander.

Deuten hat Eindruck gemacht

Als Scholtysik, der sein erstes Seniorenjahr noch bei Westfalia Rhynern absolvierte, bevor er zum SVH kam, dann auf die Neuzugänge zu sprechen kommt, wird deutlich, wie sich der Team-Gedanke in Herbern etabliert hat: „Die haben sich super eingefügt und passen super hier rein. Die helfen uns auf jeden Fall weiter.“ Keine Zweifel, klare Statements, es passt für Scholtysik und den SV Herbern. Doch was ist damit möglich für den SV Herbern in dieser Saison? Scholtysik wiegelt ab: „Wir hatten es ja schon gesagt, wir setzen uns kein genaues Ziel.“

In Herbern wird von Spiel zu Spiel gedacht und das nächste steht am Sonntag an gegen Bezirksliga-Aufsteiger SV Rot-Weiß Deuten (15 Uhr, Werner Straße 10a, 59387 Ascheberg). Dieser hat Eindruck gemacht, erklärt Scholtysik, mit dem 3:1-Sieg am ersten Spieltag gegen den VfL Senden. „Das zeigt einfach, wie stark diese Liga ist. Jeder kann da jeden schlagen.“

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