Eintracht Werne gegen WSC: Ein Stadtduell ohne Derbystimmung?

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Zwischen dem Werner SC und Eintracht Werne liegen zwei Ligen Unterschied. Am Donnerstag treffen beide trotzdem aufeinander. Um mehr als ein einfaches Testspiel geht es dabei nicht.

von Nico Ebmeier

Werne

, 20.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während beim Landesliga-Derby zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC traditionell Massen an Zuschauern an die Plätze strömen, ist beim Testspiel zwischen dem WSC und Eintracht Werne jegliche Rivalität verschwunden.

Zugegeben, wenn der WSC und Eintracht am Donnerstagabend (19 Uhr, Grote-Dahl-Weg, Werne) aufeinander treffen, geht es nicht um Auf- und Abstieg, sondern nur um ein ganz normales Testspiel vor einer langen Landesliga- beziehungsweise A-Liga-Saison. Dennoch dürfte ein Stadtduell in Werne eigentlich doch für etwas mehr Brisanz sorgen, oder? „Nein, überhaupt nicht“, antwortet WSC-Trainer Lars Müller. „Es ist ein Testspiel wie jedes andere auch. Wir möchten es gewinnen und möglichst viel daraus mitnehmen.“

Mario Martinovic hofft, die Pokal-Stimmung mitnehmen zu können.

Mario Martinovic hofft, die Pokal-Stimmung mitnehmen zu können. © Helga Felgenträger

Und sein Gegenüber Mario Martinovic steht ihm da in überhaupt nichts nach. „Es ist für meine Jungs toll, gegen eine starke Mannschaft zu spielen. Um eine Stadtmeisterschaft oder Ähnliches geht es aber nicht. Wir freuen uns auf den guten Test vor dem Ligastart, aber mehr dann auch nicht“, so der Eintracht-Trainer.

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Dabei hatten sowohl die Eintracht als auch der WSC zuletzt ganz besondere Spiele vor sich. Der A-Ligist zog im Kreispokal-Halbfinale gegen den Landesligisten IG Bönen nur ganz knapp den Kürzeren. „Es war eine tolle Erfahrung für uns, aber es war trotzdem nur ein Bonus. Jetzt geht es um die Liga“, so Martinovic, der besonders noch an die unrühmlichen, letzten Minuten des Pokal-Krachers zurück denkt.

„Es ist wirklich schade, dass es dann so enden musste. Wir haben eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt und machen es uns dann mit Rudelbildungen und dem Platzverweis alles etwas kaputt. Aber vielleicht können wir ja den positiven Teil mit in die Saison nehmen.“

Auch beim WSC hat man keine perfekten Erinnerungen an den Ausgang des letzten Auftritts. Die Werner Landesligisten gaben nämlich gegen den Bezirksligisten Lohauserholz-Daberg eine 3:0-Führung aus der Hand und schafften so nur ein Remis. Zusätzlich wurde Burak Katirci noch mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

„Ich werde jetzt auch gegen die Eintracht ein paar Dinge ausprobieren und hoffe dann, dass wir nicht nochmal ein 3:0 aus der Hand geben“, so Trainer Lars Müller, der sich nicht in seine taktischen Karten schauen lassen möchte.

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