Eintracht Werne hat Gas gegeben wie Rapper Ufo361: Die Eintracht hat abgeliefert

hzFußball-Rückblick

Eintracht Werne hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Platz zwei hieß es am Ende, der Meistertitel wurde nur ganz knapp verpasst. Das Quäntchen Glück fehlte der Eintracht.

von David Döring, Marcel Schürmann

Werne

, 11.06.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir auf alle Teams der abgelaufenen Saison aus Werne und Herbern.

Eintracht Werne (Kreisliga A, Platz 2, 63 Punkte, 20 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen)

Spiel der Saison: Schwer zu sagen. Die Eintracht holte fünf Siege, in denen ihr mehr als drei Tore gelangen: Die beiden 7:2-Auswärtserfolge in Bockum-Hövel und Lohauserholz. Dazu der 4:0-Erfolg beim Rivalen aus Stockum. Umkämpfter als gedacht liefen die beiden Heimspiele gegen den FC TuRa Bergkamen und erneut Bockum-Hövel, in denen die Eintracht jeweils mit 4:2 gewann. Ebenfalls erwähnenswert: Die beiden Derby-Siege gegen den SV Stockum (3:1, 4:0).

Das Highlight der Saison: Die Saison als Ganzes. Eintracht Werne hat abgeliefert und das mehr als ordentlich. Bis zum letzten Spieltag wurden die Hoffnungen auf den Meistertitel gewahrt, in der Rückrunde gab es zwischenzeitlich elf Spiele in Folge ohne Niederlage, bei zehn Siegen.

Wendepunkt der Saison:
Die Abmeldung der zweiten Mannschaft von Rot-Weiß Unna. Die Kreisstädter hatten im Vorfeld unerwartet ihr Spiel gegen den Spitzenreiter Heessen gewonnen. Durch die spätere Abmeldung wurden die drei Punkte wieder annulliert und die Eintracht hatte keine Chance mehr, aus eigener Kraft auf Platz eins zu springen.

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Kuriosum der Saison: Der nicht gegebene Treffer in der Nachspielzeit gegen Heessen. Rückspiel zwischen Tabellenführer Heessen und Verfolger Werne. Das Spitzenspiel scheint torlos auszugehen, bis Werne in der Nachspielzeit noch einen Treffer erzielt. Doch der Treffer zählt nicht. Abseits. Nach dem Spiel sehen die Eintracht-Spieler auf einem Video einer Zuschauerin, dass der Treffer regulär gewesen wäre.

Lowlight der Saison: Die beiden Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz. Drei Spiele hat die Eintracht nur verloren. Die Niederlage gegen den VfL Mark am letzten Spieltag hatte dabei keine sportliche Relevanz mehr, doch die beiden 0:2-Niederlagen gegen Heessen (im Hinspiel) und den TuS Uentrop sind genau die sechs Punkte, die der Eintracht am Ende fehlten.

Der Spieler der Saison: Daniel Rafalski. Was der Torwart der Eintracht in dieser Saison auf den Platz brachte war verdammt stark. Werne hat die wenigsten Gegentore kassiert, nur 22 in 26 Spielen. Ganze 14 Spiele blieb Rafalski komplett ohne Gegentor.

Die Maschine der Saison: Eney Akyüz. Satte 23 Tore erzielte der Kapitän in dieser Saison für die Eintracht, traf damit im Schnitt in mehr als drei Vierteln aller Spiele. Das Besondere dabei: Akyüz spielt noch nicht mal als Spitze, wird eher im Mittelfeld eingesetzt.

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Das sagt der Trainer: „Von Anfang an haben wir uns vorgenommen, die Lücke zur Tabellenspitze zu schließen. In der Winterpause waren wir Herbstmeister. Da haben wir gemerkt, dass es uns nicht so schwer gefallen ist, daher haben wir das Ziel Aufstieg ins Visier genommen. Wir haben alles probiert, haben aber leider im dritten Spiel zuhause gegen Uentrop verloren. Dann kam dazu, dass Rot-Weiß Unna sich abgemeldet hat. Dadurch sind wir in eine schlechtere Position geraten, mussten alles gewinnen. Fast schafften wir das auch - bis auf das Heessen-Spiel.

Nach der Abmeldung Unnas haben wir eine gute Reaktion gezeigt und es duchgespielt, nicht locker gelassen. Das Quäntchen Glück fehlte dieses Jahr. Ich bin dennoch sehr zufrieden mit der Einstellung. Nächstes Jahr wollen wir uns noch ein Stück verbessern, es bleibt nicht viel über nach oben. Wir sind nicht geschockt, sondern motiviert.“ - Mario Martinovic

Die Saison als Song: „Gib Gas“ von Ufo361 und Luciano. Gas gegeben hat Eintracht Werne ordentlich in der vergangenen Spielzeit. Am Ende sprang Platz zwei dabei raus. Sollte die Eintracht im nächsten Jahr genau so Gas geben, klappt es dann womöglich mit dem Meistertitel.

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