Eintracht Werne ist vorbildlich, die Zuschauer aber leichtsinnig

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Das Kreispokal-Halbfinale am vergangenen Samstag war der erste Härtetest für die Hygienemaßnahmen von Eintracht Werne. Der Verein verhielt sich vorbildlich - die Zuschauer nur bedingt.

Werne

, 21.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Langsam häufen sich die Corona-Infektionen in Deutschland wieder. Die steigenden Zahlen machen natürlich auch vor dem Amateursport nicht halt. Gerade im Hinblick auf den immer näher kommenden Saisonstart werden die Sorgen der Vereine größer.

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Es war das erste richtige Pflichtspiel für einen Werner Verein. Als am vergangenen Samstag Eintracht Werne im Kreispokal-Halbfinale auf IG Bönen traf, war es auch die erste Probe: Wie funktionieren die Corona-Maßnahmen im Dahl, wenn es darauf ankommt?

Schon am Eingang bekam man den Eindruck: Die Evenkämper nehmen es absolut ernst. Spieler und Zuschauer haben getrennte Tore, um den Sportplatz zu betreten, schon am Eingang wird mit Schildern auf das Tragen der Maske hingewiesen.

Wie üblich muss sich jeder Zuschauer auf einer Liste mit seinen Kontaktdaten eintragen. Dann weisen die Verantwortlichen darauf hin: Wer rumläuft, muss den Mund-Nase-Schutz tragen. Am Platz - mit dem Mindestabstand von 1,5 Metern - darf die Maske dann abgenommen werden.

So weit so gut. Eigentlich keine schweren Voraussetzungen, die durchaus auch eingehalten werden können. Doch für einige Zuschauer schien es nicht so einfach zu sein wie erwartet.

Weil das Wetter nicht so gut war, suchten viele Gäste den Schutz unter der Überdachung am Rasenplatz. Da dort aber den Platz natürlich auch begrenzt ist, wurde es immer enger, je mehr Menschen sich dort versammelten. Mindestabstand? Fehlanzeige. Maske? Ebenfalls.

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass es nervig ist, über 90 Minuten die Maske aufzubehalten. Ebenfalls verständlich ist es, sich bei Regen oder schlechtem Wetter Schutz zu suchen. Dennoch verhielten sich einige Zuschauer zu leichtsinnig.

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Wir wollen alle, dass es Anfang September wieder mit Fußball und Volleyball und kurz später dann auch mit den anderen Sportarten los geht. Wenn sich die Zuschauer aber leichtsinnig verhalten, wird es nicht lange dauern, bis es auch im Amateursport immer mehr Coronafälle gibt. Im besten Fall werden dann nur Spiele, im schlimmsten Fall die ganze Saison abgesagt.

Also liebe Zuschauer: Auch wenn es nervig ist, ergibt das Tragen des Mund-Nase-Schutzes durchaus Sinn. Und wer über die 90 Minuten die Maske nicht aufsetzen möchte, sucht sich einfach einen Platz mit 1,5 Metern Abstand. Eigentlich gar nicht so schwer.

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