Eintracht Werne will etwas gut machen

Derby in der Kreisliga A

Für Eintracht Werne läuft es derzeit rund. Daran ändert auch die 0:2-Niederlage und der damit verbundene Verlust der Tabellenführung nichts. Gut zu machen, gibt es nur etwas im Derby.

Werne

, 24.09.2018, 19:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Rückspiel im vergangenen Jahr, hier ein Zweikampf zwischen Thomas Wilczek (l.), der die Eintracht im Sommer verlassen hat, und Stockums Enes Tozlu, endete 1:0 für Stockum. Das Hinspiel gewann der SVS sogar mit 5:1. Das hat Spuren bei den Evenkämpern hinterlassen, die jetzt für Samstag, 29. September, auf Revanche sinnen.

Das Rückspiel im vergangenen Jahr, hier ein Zweikampf zwischen Thomas Wilczek (l.), der die Eintracht im Sommer verlassen hat, und Stockums Enes Tozlu, endete 1:0 für Stockum. Das Hinspiel gewann der SVS sogar mit 5:1. Das hat Spuren bei den Evenkämpern hinterlassen, die jetzt für Samstag, 29. September, auf Revanche sinnen. © Helga Felgenträger

Drei Jahre ist Rainer Fiebig jetzt der Sportliche Leiter von Eintracht Werne. Der 57-Jährige hat es jetzt im Sommer geschafft, die Mannschaft zusammenzuhalten. Die Qualität ist da, um ganz oben in der Liga mitzuspielen. Das Saisonziel ist dementsprechend ehrgeizig formuliert – auch wenn das Wort „Aufstieg“ nicht fällt. Über Ziele, das Derby gegen den SV Stockum am Samstag, 29. September, und den Abgang von Damir Kurtovic‘ hat Fiebig mit RN-Redakteur Dominik Gumprich gesprochen.

Herr Fiebig, sind Sie von der Grippewelle in Ihrem Team verschont geblieben?

(lacht) Bis jetzt ja. Aber am Sonntag am Platz bei dem Regen, da hat es mich doch ab und zu geschüttelt. Es war arschkalt und dann haben wir auch noch das Spiel leider verloren.

Sie sprechen es an, Ihre Mannschaft hat das Topspiel gegen den SVE Heessen mit 0:2 verloren. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Eigentlich war es ein Unentschieden-Spiel. Wir hatten viele angeschlagene Spieler durch Verletzungen oder eben die Grippe. Wir haben es aber trotzdem sehr gut gemacht. Heessen hatte zwar mehr Spielanteile, wir haben aber kaum etwas zugelassen.

Heessen gilt als der Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Auch bei Ihnen. Sehen Sie das nach dem Spiel immer noch so?

Auf jeden Fall. Und jetzt, wo deren Stürmer Kevin Messner wieder da ist, der ja auch gegen uns getroffen hat, sind die noch stärker. Von daher ärgert mich unsere die Niederlage auch nicht so sehr. Da ist unser 0:0 gegen Lohauserholz-Daberg II am zweiten Spieltag schon viel ärgerlicher.

Die Ziele, die Sie, der Vorstand und auch Coach Mario Martinovic vor der Saison formuliert haben, sind ja schon etwas enger, beziehungsweise ehrgeiziger gesteckt als in der vergangenen Saison. Bleiben Sie dabei?

Natürlich. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis ganz zum Schluss ganz weit oben mitspielen können. Wir haben die Stammkräfte alle halten können und uns punktuell verstärkt. Wir können also eine gute Rolle spielen. Heessen, Mark oder Uentrop werden aber auch oben mitspielen. In dieser Saison wird keiner mit 80 Punkten Meister. Die Liga ist sehr ausgeglichen.

Für Sie steht jetzt als nächstes das Derby gegen den SV Stockum an. In der vergangenen Saison haben Sie beide Spiele verloren. Was läuft jetzt anders?

Das war erbärmlich. Vor allem das 1:5 in Stockum auf Asche. Mit so einer Leistung wie damals, hatten wir es auch nicht verdient, oben zu stehen. Jetzt sieht es ganz anders aus. Wir haben eine gute Truppe. Die Kameradschaft ist viel besser, wir sind eingespielter und die Einstellung stimmt. Leicht wird es natürlich trotzdem nicht. Wenn Stockum alle Mann an Bord hat, gehören die für mich auch unter die ersten fünf Teams der Tabelle.

Zum Schluss noch ein Satz zum Abgang von Damir Kurtovic, der Werne nach nur zwei Spieltagen wieder zurück zu Westfalia Herne in die Oberliga verlassen hat (wir berichteten).

Das lief für uns natürlich nicht optimal. Wir hatten ihm eine Lehrstelle besorgt und fest mit ihm gerechnet. Das Angebot aus Herne konnte er aber anscheinend nicht ablehnen. Herne hat ihn mit einem Amateurvertrag ausgestattet, sodass wir noch nicht einmal Ablöse gesehen haben. Da müssen die Leute sich beim Verband vielleicht auch einmal etwas einfallen lassen.

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