Eintracht Werne zieht drastische Konsequenzen nach Spuck-Attacke

hzFußball: Kreispokal

Am Samstag noch hatte es bei Eintracht Werne noch Zweifel gegeben, ob der Platzverweis von Serkan Adas gerechtfertigt war. Nun greift der Verein aber doch zu harten Maßnahmen gegen den eigenen Spieler.

Werne

, 17.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der Aufreger im Kreispokal-Halbfinale von Eintracht Werne gegen IG Bönen: In der 72. Minute flog Serkan Adas mit einer roten Karte vom Platz. Angeblich soll er seinen Gegenspieler Miguel Dotor-Ledo angespuckt haben. Was am Platz noch für Unverständnis sorgte, zog am Montag harte Konsequenzen nach sich.

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Unabhängig von der Sperre für Adas, die noch aussteht, hat der Verein den Offensivmann suspendiert. Noch am Samstag hatte sich Trainer Mario Martinovic zweifelnd geäußert, ob Adas überhaupt gespuckt habe. Nun hat sich das aber geändert.

Eintracht Werne zieht Konsequenzen: „Das ist eine Aktion, die überhaupt nicht geht“

„Ich habe mit Miguel (Dotor-Ledo, Anm. d. Red.) über die Situation gesprochen, den kenne ich als fairen Sportsmann. Er hat mir bestätigt, dass Serkan gespuckt hat. Und wenn er das sagt, vertraue ich ihm da auch zu hundert Prozent“, so Martinovic. „Das ist eine Aktion, die überhaupt nicht geht. Sowas wollen wir auf keinen Fall akzeptieren.“

Adas selbst bestreitet noch am Montag, seinen Gegenspieler bespuckt zu haben. Er spricht von einer gelbwürdigen Situation auf beiden Seiten. Mario Martinovic kann sich vorstellen, warum Adas die Situation anders widerspiegelt: „Es ist ja auch nicht einfach, so etwas zuzugeben. In der Emotion kann viel passieren, aber das geht dann doch einfach zu weit.“

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Zudem stelle die unglückliche Situation auch das eigentlich starke Spiel der Evenkämper in den Schatten. Zwar unterlag die Mannschaft von Mario Martinovic mit 0:2. Dennoch hielten sie sie hervorragend mit gegen den zwei Klassen höher spielenden Landesligisten. „Wir haben das so gut gemacht am Samstag, viel besser als es wohl die meisten von uns erwartet hätten vorher. Mich ärgert das einfach total, dass das jetzt alles so ein bisschen verblassen lässt“, erklärt Martinovic.

Auch von Seiten des Kreises wird Serkan Adas wohl noch eine Sperre erwarten. Unklar ist noch die Dauer der Strafe. Eine härtere Strafe aufgrund der aktuellen Situation rund um die Corona-Pandemie wird es beim Spucken wohl nicht geben. Einzig das absichtliche Anhusten sorgt seit einigen Wochen ebenfalls sofort für eine rote Karte.

Vorerst habe Serkan Adas nun erstmal einige Zeit, um über die Situation nachzudenken. Wenn er die Situation reflektiert hat, ist er auch im Dahl wieder willkommen. Sollte das allerdings nicht helfen, zögert Martinovic und der Verein auch nicht, noch härtere Maßnahmen zu ergreifen: „Sollte so etwas nochmal vorkommen, wird er nie mehr das Trikot von Eintracht Werne tragen.“

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