Eintracht Wernes Absagenflut: Mario Martinovic „hätte da ein paar Lösungsansätze“

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Auch das Ligaspiel gegen den SVF Herringen fällt dem Regen zum Opfer und wurde abgesagt. Bei Eintracht Werne und Trainer Mario Martinovic reißt langsam der Geduldsfaden.

von Nico Ebmeier

Werne

, 04.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn niemand etwas für den Regen kann, ist man bei Eintracht Werne langsam mit der Geduld am Ende. Das Ligaspiel gegen den SVF Herringen ist schon die zweite von vier Rückrundenpartien, die abgesagt wurde. Coach Mario Martinovic nimmt den Verband in die Pflicht und hätte einige Verbesserungsvorschläge.

„Fällt mehr aus, als gespielt wird“

„Es fällt mehr aus, als gespielt wird“, sagt der genervte Eintracht-Trainer. „Wir würden einfach gerne ganz normal die Spiele machen. Es ist als Trainer unfassbar schwer, bei den Spielern den Rhythmus zu halten, wenn man nicht mal am Abend vorher weiß, ob man spielt.“

Eigentlich hätte das Spiel am Mittwochabend um 19 Uhr angepfiffen werden sollen, doch als es am Dienstagabend regnete, wurde das Spiel, nicht mal 24 Stunden vor dem eigentlichen Anpfiff, abgesagt.

„Wir hatten da gerade unser Abschlusstraining, als es anfing zu regnen“, erinnert sich der Coach. „Da wussten wir eigentlich schon, dass die Vorbereitung umsonst war.“ Ein Nachholtermin steht auch schon fest: An Gründonnerstag, am 9. April, soll dann aber wirklich in Herringen angepfiffen werden.

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Für Martinovic sind die ganzen Spiele unter der Woche mehr Fluch als Segen. „Ich habe einige Spieler, die sich dann kurzfristig von der Arbeit abmelden müssen. Andere nehmen sogar Urlaub. Wenn dann ein Spiel verschoben wird, ist das umsonst. Da macht auch nicht jeder Chef immer mit“, sagt er genervt.

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Und eine Besserung ist zunächst erstmal nicht in Sicht. Mit einer Ausnahme (Gastspiel beim Hammer SC) sind alle Eintracht-Partien im März und April auf Rasenplätzen angesetzt. Ein Problem der Kreisliga? „Das würde ich nicht so drastisch sehen“, antwortet der Werner.

„Klar würde es weniger Absagen geben, wenn alle Mannschaften auf Kunstrasen spielen würden, aber das würde dem Fußball seinen Spirit nehmen. Tiefe Rasenplätze sind eigentlich genau das, was du in der Kreisliga möchtest.“

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Doch Martinovic hätte trotzdem eine Lösung parat, wie das Chaos in Zukunft beseitigt werden könnte. Er wüsste sogar derer zwei: „Erstens könnte man im Dezember länger spielen. Wir haben so milde Winter, dass man problemlos noch am Wochenende vor Weihnachten kicken könnte.“

Tatsächlich spielte die Eintracht ihr letztes Spiel des vergangenen Jahres am 1. Dezember. Drei Spieltage mehr wären also möglich gewesen.

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Lösungsweg Nummer zwei wäre, die frühen Rückrundenspiele in „englische Wochen“ im März oder April zu packen: „Wenn die Spieler genau wissen, dass sie an diesen drei Mittwochen spielen müssen, können sie das besser planen. Hauptsache es wird nicht ständig jede Partie abgesagt.“

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