Fußballvereine wollen Schritt für Schritt in Trainingsalltag zurückkehren

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Aufgrund der Lockerungen durch das Land NRW dürfen die Fußballvereine rund um Werne eigentlich wieder in den Trainingsbetrieb starten. Doch nicht alle Clubs wollen diesen Schritt aktuell auch gehen.

Werne

, 01.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat unter der Woche eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die am Samstag (30. Mai) in Kraft getreten ist. Für Sportvereine bedeuten die damit verbundenen Lockerungen weniger Verbote, neue Möglichkeiten den Kontaktsport in Kleingruppen im Freien zu betreiben und erste Wettbewerbe mit Zuschauern. Für den Trainingsbetrieb heißt das konkret, dass sich eine Gruppe von bis zu zehn Personen treffen und unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts trainieren darf. Auch Umkleide- und Sanitäranlagen können wieder genutzt werden.

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Die örtlichen Vereine gehen mit dieser neuen Verordnung jedoch erst einmal vorsichtig um. Der Fußball-Landesligist Werner SC will aktuell noch nicht mit allen Teams auf den Platz zurückkehren. „Die erste Mannschaft wird in den nächsten Wochen nicht trainieren. Es ist für uns nicht sinnvoll, unter den Auflagen zu trainieren. Wir fangen erst an, wenn der Saisonbeginn feststeht“, erklärt der Fußballvorsitzende Thomas Overmann.

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Man wolle Schritt für Schritt in den Fußballalltag zurückkehren. „Die zweite Mannschaft hat bereits für Dienstag angefragt, eine Einheit durchzuführen. Auch mit den Jugendmannschaften stehen wir in Kontakt und versuchen, sie auch wieder auf den Platz zu bringen“, erklärt Overmann.

Treffen mit den Jugendmannschaften geplant

Anders als beim WSC verzichtet der SV Herbern mit allen Mannschaften auf den Trainingsbetrieb. „Wir möchten uns da noch bedeckt halten. Wir stehen zwar im Austausch mit der Gemeinde Ascheberg, die einen tollen Job macht, aber wir als Verein halten es nicht für nötig, unter den Auflagen zu trainieren“, sagt Herberns Vorsitzender Jürgen Steffen.

Es wird allerdings in geraumer Zeit mit den Jugendmannschaften ein Treffen stattfinden. „Dort soll dann mit dem Nachwuchs geklärt werden, wo sie in der nächsten Saison spielen, da einige eine Altersklasse höher gehen“, so Steffen. Das würden die Verantwortlichen auch nur machen, um den Kindern transparent darzulegen, wo sie in ein paar Monaten stehen werden.

Beim A-Ligisten SV Stockum wird man sich in der kommenden Woche zusammensetzen und ein Hygienekonzept erstellen. Über die Lockerungen freute man sich jedoch. „Wir sind glücklich, dass das Land langsam und Schritt für Schritt einiges lockert. Wir werden jetzt aber nicht schnell aus unseren Startlöchern kommen und sofort loslegen“, erklärt Stockums Sportlicher Leiter Yassine Najih.

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Laut der Verordnung dürfen Umkleide- und Sanitäranlagen wieder genutzt werden. „Ich kann aber jetzt schon sagen, dass das bei uns nicht erlaubt sein wird. Wir wollen, dass die Spieler alle umgezogen zum Platz kommen“, sagt Najih.

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