„Haben Spaß, höherklassige Teams zu ärgern“: Aykut Kocabas trifft im Pokal doppelt

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Eigentlich ist Aykut Kocabas eher an der Seitenlinie zu finden. Doch im Kreispokal gegen Lohauserholz stand der Co-Trainer von Eintracht Werne auf dem Platz - und war doppelt erfolgreich.

Werne

, 29.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aykut Kocabas ist zwar eigentlich spielender Co-Trainer. Doch findet man den Abwehrrecken eher an der Seitenlinie als auf dem Spielfeld. Wenn, dann wird Kocabas eher für die letzten Minuten eingewechselt. Doch am Dienstag im Kreispokal gegen Lohauserholz stand er für Eintracht Werne in der Startelf - und traf dann auch noch doppelt zum 2:1-Sieg.

„Ich spiele echt nur, wenn Not am Mann ist“, sagt er. Diese Not am Mann war am Dienstag bei der Eintracht. Zahlreiche Spieler waren wegen Schichtarbeit oder Verletzungen nicht dabei. Spieler, die laut Kocabas qualitativ deutlich besser seien als er und daher sonst spielen. „Ich war nach meinem Kreuzbandriss kürzer getreten“, sagt Kocabas.

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Hin und wieder werde er daher nur eingewechselt, zumeist in den letzten Minuten. Das Spiel gegen Lohauserholz war da sein erstes Spiel in dieser Saison von Anfang ein. Und es war kein einfaches. „Für uns war es schwierig, zu starten durch die Corona-Pause“, erklärt er. Die zweiwöchige Zwangspause habe dafür gesorgt, dass kein Spielfluss bei der Eintracht gewesen sei. „Der Rhythmus war weg, die Koordinationen sind weg“, sagt Kocabas.

Dennoch sei die Eintracht gerade über ihren Kampfwillen zum 2:1-Sieg gekommen. „Die Mannschaft steht bei uns immer im Vordergrund und hat dann versucht, das Beste zu machen. Aber es war schwierig, weil auch der Platz sehr tief und schwer zu bespielen war“, erklärt der Doppeltorschütze. Daher macht er seiner Mannschaft ein Extralob: „Die Jungs haben gut gekämpft.“

Wieder zurück an die Seitenlinie von Eintracht Werne

Der Sieg gegen den höherklassigen TuS Germania Lohauserholz sei für die Eintracht enorm wichtig gewesen: „Es ist immer wichtig, zu gewinnen, das schweißt zusammen und gibt Motivation und Selbstbewusstsein. Und im Pokal haben wir nochmal besonders Spaß daran, die Höherklassigen zu ärgern - und das hat bis jetzt gut geklappt.“ Vielleicht würde es wie in der vergangenen Saison wieder bis zum Halbfinale reichen.

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Dass Aykut Kocabas gleich doppelt durch zwei Kopfballtore getroffen hat, wundert ihn nicht sonderlich - auch wenn er eigentlich Abwehrspieler ist: „Dadurch, dass ich ein groß gewachsener Spieler bin, hab ich schon früher öfter mal Kopfballtore gemacht.“ Das sorgt auch bei Kocabas nicht dafür, dass er plötzlich öfter in der Startelf steht. Auch weiterhin wird er wohl eher an der Seitenlinie zu finden sein: „Aber wenn die Jungs mal wieder nicht können, dann werde ich mich wieder in die Abwehr stellen.“

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