Nur 43 Punkte geworfen: Harmlose LippeBaskets unterliegen Schwelm deutlich

hzBasketball: 2. Regionalliga

Eine unterirdische Trefferquote mit nur 43 erzielten Punkten trübt die Ladies Night. Dennoch stimmt der Rahmen. 500 Zuschauer feiern die LippeBaskets Werne trotz der 43:61-Niederlage.

von Isabell Michalski

Werne

, 16.02.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min


2. Regionalliga Herren
LippeBaskets – RE Baskets Schwelm 43:61 (15:16, 7:16, 9:14, 12:15)

Nach Spielbeginn saßen einige Werner Spieler Minutenlang regungslos auf ihrer Bank und zeigten sich sichtbar nachdenklich und enttäuscht über die gezeigte Leistung. Dabei war alles angerichtet geweisen für einen Basketballabend der Extraklasse. Rund 500 Zuschauer fanden den Weg in die Ballspielhalle, die bereits vor Spielbeginn aus allen Nähten platzte. Dazu liefen die kleinsten Basketballer der U6 ein und bildeten mit einigen Teilnehmerinnen der Ladies Night ein Spalier für die Hauptakteure des Abends.

Die erste Überraschung des Abends war allerdings für die Basketballbegeisterten eine völlig dezimierte Mannschaft der RE Baskets Schwelm. Nur sechs Schwelmer Spieler wärmten sich vor der Partie auf. Den Spielertrainer gab dabei Sebastian Schröter. Die Voraussetzungen hätten vor der Partie unterschiedlicher nicht sein können.

Obligatorisch erhoben sich die Zuschauer bis zum ersten Korb der Heimmannschaft. Doch ein ums andere Mal verfehlte der Ball sein Ziel, sodass erst nach 3:56 Minuten Simon Bennett den Bann brach und zum 3:8 von jenseits der Drei-Punkte-Linie einnetzte.

Als rund eineinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Spielabschnitts die erste Führung durch Niko Tilkiaridis eingefahren wurde, schien sich der Basketballabend doch noch in die, aus Sicht der Fans, richtige Richtung zu wenden.

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Doch nur 20 Punkte erzielten die LippeBaskets in 20 Minuten - rekordverdächtig wenig. Cajus Cramer versuchte mit einem verzweifelten Drei-Punkte-Wurf zu verkürzen, wurde gefoult und traf zwei seiner drei Freiwürfe zum 22:32 Halbzeitstand.

Auch nach dem Seitenwechsel herrschte Schockstarre auf der Tribüne. Die Zuschauer zeigten sich sichtlich entsetzt über die schwache Darbietung der LippeBaskets. Keine Besserung trat auch in den Folgeminuten ein. Durch die Bank hinweg hatten die Werner einen rabenschwarzen Tag erwischt. Kein Spieler erreichte auch nur annähernd seine Normalform. Aufseiten der Gäste war eine defensiv clevere Verteidigungsleistung zu beobachten. Durch die Zonenverteidigung bekamen die LippeBaskets viele Wurfchancen, nutzten diese allerdings nicht. Bei den RE Baskets stachen spielerisch Till-Rouven Radtke und Sebastian Schröter hervor.

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Auf Werner Seite gaben besonders Cajus Cramer und Lukas Wiedey in den letzten Minuten alles. Als Lukas Mersch dann noch zum 35:53 verkürzte, herrschte kurzzeitig Hoffnung bei den Wernern. Diese wurde allerdings einige Sekunden später im Keim erstickt. Als Radtke einen Dreier zum 56:35 konterte, war das Spiel gegessen.

Nur 61 hingenommene Punkte sprechen für eine durchaus ordentliche Verteidigungsleistung, 43 Punkte in heimischer Halle sind in dieser Spielzeit Negativrekord der LippeBaskets. Christoph Henke zeigte sich nach der Partie sichtlich geschockt, lobte allerdings den Gast: „Glückwunsch an Schwelm. Sie haben sich sehr gut eingestellt.“ Für die eigene Leistung fand er kaum Worte: „Wir hatten eine unterirdische Trefferquote. Wir sind schlecht ins Spiel gekommen. Den Rückstand, den wir zu Beginn eingefangen haben, haben wir weiter mit uns rumgetragen“, sagte ein sichtlich enttäuschter Christoph Henke.

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„61 Punkte defensiv sollten dafür reichen, dass man Spiele gewinnt. Mit 43 Punkten in der Offensive kann man allerdings keine Basketballspiele gewinnen“, so der Trainer der LippeBaskets. Abschließend fordert Henke: „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, das hinter uns zu lassen und in Telgte eine Reaktion zu zeigen.“

LBW: Wiedey (7), Tilkiarids (3/1), Cramer (4), Brinkmann (2), Bennett (6/2), Mersch (4), Rupprecht (3), Barkowski (2), Brüggendieck, Rospek, Bromisch (12/1)

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