Heimische Reiter kommen beim K+K-Cup noch nicht in Tritt

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In den Mannschaftsspringen schafften es die heimischen Reiter nicht auf einen Podiumsplatz. Bis auf einige Einzelergebnisse ist die Bilanz bisher eher mäßig.

Werne

, 09.01.2020, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Altkreis Lüdinghausen hat am Donnerstag im Mannschaftsspringen des K+K-Cups in der Halle Münsterland die Titelverteidigung verpasst - und zwar deutlich. Das Team von Michael Potthink handelte sich in dem L-Springen insgesamt neun Fehlerpunkte ein. Und auch sonst lief es noch nicht außergewöhnlich gut für die heimischen Reiter aus Werne, Herbern und Vinnum.

Nur Heinrich Brune vom RV Lützow mit Come together war fehlerfrei im Parcours geblieben. Der Lüdinghauser Marius Brinkmann auf Boaz hatte zwar keinen Abwurf, blieb aber nicht innerhalb der Zeitvorgabe (1 Strafpunkt). Und weil Ann-Kathrin Helmig mit Cha Cha und die Wernerin Hannah Kosanetzki im Sattel von Chin Chilly auch vier Strafpunkte sammelte und damit das Streichergebnis einfuhr, reichte es für die Titelverteidiger in diesem Jahr nur zu Rang fünf. Zum Sieg hätte nur eine fehlerfreie Vorstellung von drei Reitern gereicht. Den trug der Kreisreiterverband Coesfeld vor Warendorf davon.

Am Mittag hatte es noch besser für die Equipe des heimischen Altkreises ausgesehen. Hannah Kosanetzki wurde in einem L-Springen Vierte der ersten Abteilung. In der zweiten L-Prüfung blieben auch die anderen drei Reiter ohne Abwurf. Brune war Fünfter der ersten Abteilung, Helmig und Brinkmann schafften es in die zweite Abteilung unter die Platzierten. Als es dann drauf ankam, unterliefen die Fehler.

Wacker und Gripshöver überzeugen

Am Mittwoch waren gleich mehrere Werner zum Turnierauftakt beim Westfalentag angetreten. Springstar Lutz Gripshöver (RFV St. Georg Werne) und seine Vereinskollegin Kathrin Wacker starteten mit der Kreisauswahl beim Zwei-Sterne-M-Springen. Wacker blieb auf Viola in der Qualifikation in 59,77 Sekunden fehlerfrei und wurde als Achte platziert, Gripshöver zeigte sich mit Bordeaux in 62,41 Sekunden ebenfalls fehlerfrei, verpasste aber die Platzierung.

Dennoch zog die Auswahl des Kreisreiterverbandes Unna/Hamm nicht in die Endrunde der fünf besten Mannschaften ein. Mit ihren Teamkollegen Lara Weber (RV Fritz Fritz Sümmermann Fröndenberg, 1 Strafpunkt, 65,02 Sekunden) und Jan-Philipp Braß (10 Strafpunkte, 71,83 Sekunden, Streichergebnis) aus Schwerte verpassten die Mannschaft als Sechstplatzierte das Finale denkbar knapp.

Mit einem Fehler war alles vorbei

„Hauptsächlich zählte für uns das Mannschaftsergebnis, Jan-Philipp Braß und Lara Weber hatten einen Zeitfehler, dadurch waren wir raus aus dem Stechen im zweiten Umlauf“, berichtete Gripshöver. Mit seinem eigenen fehlerfreien Ritt war der Routinier zufrieden, voll des Lobes war er dagegen für Vereinskollegin Wacker: „Sie war sehr gut, ich war sehr zufrieden mit ihrem Ritt.“ Den Sieg sicherte sich die Auswahl des Kreisreiterverbandes Borken.

Erfolgreicher verlief der Mittwoch für die Werner Dressurreiterinnen: Zunächst ritt Leonie Gripshöver auf Batida 121 in der Zwei-Sterne-M-Prüfung auf Platz sechs. „Das war ein sehr schöner Ritt, es hat alles super geklappt“, berichtete Lutz Gripshöver vom Auftritt seiner Ehefrau. „Für sie und das Pferd war es das erste Mal in der Halle Münsterland, das war etwas Besonderes.“

In der später folgenden Ein-Sterne-M-Dressur gelang Lea-Katharina Strothmann (ebenfalls RFV St. Georg Werne) gar der Sprung aufs Treppchen: Mit Luke Filewalker ritt Strothmann mit einer Wertnote von 7,3 hinter Siegerin Malin Beuse (7,5/RFV Ostbevern) auf Good-Morning auf den zweiten Rang.

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