Hiobsbotschaft für Abdullah Sahin: Torjäger von Eintracht Werne fällt länger aus

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Für Abdullah Sahin geht die Leidenszeit erst einmal weiter. Zuletzt rechnete der Eintracht-Stürmer mit einer baldigen Rückkehr, die fällt nun aber aus. Sahin fehlt Werne länger als gedacht.

von Carl Brose

Werne

, 30.10.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich schien für Abdullah Sahin von Eintracht Werne nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen den FC Overberge alles wieder zu laufen. Der Stürmer konnte bereits erste Laufeinheiten mit der Mannschaft mitmachen und rechnete vor seinem MRT-Termin am Mittwochmittag fest mit einer baldigen Rückkehr auf den Fußballplatz.

Aber dann kam die bittere Nachricht für Sahin: Er muss noch weitere vier bis sechs Wochen pausieren. „Die Hinrunde ist damit für mich wahrscheinlich gelaufen. Da ist die Motivation natürlich erst mal bei null. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, sagte der niedergeschlagene Werner. Die Diagnose lautete Muskelfaserriss. „Der Muskel ist komplett durch. Da ist an Fußballspielen erst mal nicht zu denken“, so Sahin.

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Bisher musste Eintracht Werne schon zwei Spiele auf seinen Toptorjäger verzichten. Vor seiner Verletzung traf Sahin bereits 13 Mal in neun Spielen. „Es ist einfach richtig schade. Wir hatten gerade ein neues System gefunden und es hat einfach alles gepasst - die Laufwege waren super, einfach alles. Wir haben ja in den letzten Spielen alles rasiert“, sagt Sahin.

Nun muss seine Mannschaft erst einmal ohne ihn zurechtkommen. Gerade gegen tiefstehende Gegner sieht der Stürmer möglicherweise Probleme auf die Eintracht zu kommen: „Es ist einfach eine Umstellung in der Offensive und in diesen Spielen werden wir frühe Tore brauchen. Das wird jetzt schwer. Aber ich weiß, dass die Mannschaft auch weiter punkten wird.“

Verletzung bei 4:0-Führung

Besonders ärgert sich Sahin aber über die Art und Weise, wie es zu seiner Verletzung kam. Gegen Overberge führte Werne bereits nach 30 Minuten mit 4:0 und Sahin hatte schon doppelt getroffen.

Dann zog er kurz vor der Halbzeit zum Sprint an, um einen Overberger Verteidiger zu überlaufen. „Ich habe direkt gemerkt, dass etwas gerissen ist, und ich habe mich einfach hingelegt“, erinnert sich Sahin, „aber natürlich einfach unnötig, dass sowas bei einer 4:0-Führung passiert und dann gleich ein Muskelfaserriss.“

Trotz der enttäuschenden Nachricht vom Mittwoch will Sahin sobald wie möglich wieder auf dem Platz stehen: „Ich kenne mich und meinen Körper. Sobald es geht, werde ich wieder probieren, der Mannschaft zu helfen, auch wenn es nur 20 Minuten sind. Ich bin der Letzte, der aufgibt.“

Aktuell stehen für ihn aber erstmal nur Laufeinheiten an. „Ich werde mich von der Ausdauer fit machen, aber nach der Verletzungspause wird mir erstmal die Dynamik dann fehlen. Ich will aber nochmal richtig angreifen. Spätestens in der Rückrunde“, sagt Sahin.

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