Im Interview spricht SVH-Vorsitzender Jürgen Steffen unter anderem über die zukünftigen Pläne des Vereins, Freundschaften im Sport und den besonderen Zusammenhalt in Herbern.

Werne

, 04.02.2020, 15:48 Uhr / Lesedauer: 3 min

Jürgen Steffen will den SV Herbern auf die Zukunft vorbereiten - mit Handlungen im Hier und Jetzt. Der 60-Jährige ist seit „45, 46 Jahren“ Mitglied bei den Blau-Gelben, seit 2016 erster Vorsitzender und wurde bei der Generalversammlung in seinem Amt bestätigt. Im Interview spricht Jürgen Steffen über seine schönsten Momente mit dem SVH, inwieweit ein Ehrenamt mit einem Vollzeitjob vergleichbar ist und zukünftige Projekte.

Seit mehr als 40 Jahren sind Sie Mitglied des SV Herbern, was macht den SVH zu „dem“ Verein für Sie?

Es ist sicherlich der Sportverein an sich, aber es ist auch dieses Dorf, das ist eine tolle sportliche Gemeinschaft mit tollen Kindern und Jugendlichen. Es ist so, dass man mir, als ich jünger war, auch sehr viel geholfen hat, und das gebe ich jetzt ein Stück weit zurück. Ich habe auch mal hier Fußball gespielt, da gab es auch die Menschen, die dafür gesorgt haben, dass wir hier Sport machen können. Zudem ist dieser Sportverein sehr breit gefächert, wir bieten für so einen kleinen Ort viele tolle Sachen an: Radsport, Laufen, Tischtennis, Tennis, Badminton, Fußball...

Jetzt lesen

Was war Ihr schönstes Erlebnis mit dem SV Herbern?

Als ich ganz jung war, bin ich mit meiner Fußball-Mannschaft mal aufgestiegen. Das war ein schönes Erlebnis, auch wenn ich nur in der zweiten Mannschaft gespielt habe. Im letzten Jahr war es der Gewinn des Kreispokals im Kreis Münster. Bei uns gibt es so viele schöne Erlebnisse, das ist eher das Gesamtpaket. Generell ist das ja nicht nur beim SVH so, im Sport schließt man Freundschaften, die manchmal ein Leben lang halten. Aber auch das Jubiläumsjahr mit den ganzen Aktivitäten, die wir hatten, und der 100-Jahr-Feier war herausragend.

Jetzt lesen

Was bereitet Ihnen an der Vorstandsarbeit am meisten Freude?

Die meiste Freude bereitet mir, dass alle so gut zusammenhalten. Man steht selten alleine da, zudem habe ich in dem zweiten Vorsitzenden Dieter Aschwer einen Mann, der mich in allen Aktionen unterstützt.

Wie viel Zeitaufwand nimmt Ihr Ehrenamt in Anspruch?

Das ist wie arbeiten gehen, 40 Stunden pro Woche. Es gibt keine Tage, an denen man mit Sport nichts zu tun hat. Ob es E-Mails checken, jemanden anrufen oder etwas zu organisieren ist, man muss echt Zeit investieren. Man kann natürlich auch weniger machen, aber dann geht es dem Verein nicht so gut.

Jetzt lesen

Welche Projekte haben Ihnen seit Ihrem Amtsantritt besonders am Herzen gelegen?

Die Arbeiten an der LED-Flutlichtanlage werden wahrscheinlich am Ende der Woche abgeschlossen werden, da muss noch die Steuerung erneuert werden. Das war ein tolles Projekt. Der Draht zur Verwaltung der Gemeinde Ascheberg ist vorbildlich, die haben alle Versprechen, die sie gemacht haben, wirklich eingelöst. Den Belag des Kunstrasens haben wir vor zwei Jahren ausgetauscht, das war auch eine stattliche Summe und auch das ist uns gelungen. Für die Sanierung der beiden Tennisplätze warten wir noch auf die Einwilligung der NRW-Bank, dann kann es auch da losgehen. Das macht eine Fachfirma aus Olfen, die bundesweit beschäftigt ist, deshalb muss man da wohl auch nochmal drei, vier Monate warten. Und wir haben, nachdem uns die Gemeinde die Materialien zur Verfügung gestellt hat, in Eigenarbeit 450 Quadratmeter am Sportgelände am Siepen gepflastert.

Auf welche Neuerungen können sich die Herberner in Zukunft freuen?

Wir wollen unsere Flutlichtanlage mit unserem offiziellen Spiel um Punkte gegen den Werner SC einweihen. Das ist bisher nur ein Vorhaben und nicht in Stein gemeißelt. Der WSC muss noch zusagen, an dem Freitagabend zu spielen. Und auf die Umsetzung des Sportstättenkonzepts der Gemeinde Ascheberg. Da wird zeitnah sicherlich etwas Größeres entschieden, da beschäftigen wir uns gerade mit. Letztendlich muss man sich heute Gedanken machen, wo der Verein in zehn, 20 oder 50 Jahren stehen soll. Da muss man sich jetzt, wo Geld in Deutschland vorhanden ist, Gedanken machen. Und das machen wir auch, mit der Gemeinde zusammen.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt