Janne Bromisch überzeugt beim Sieg der LippeBaskets - Verletzungen trüben die Freude

hzBasketball: 2. Regionalliga (2)

Verletzungen trüben den Samstagabend der LippeBaskets. Sowohl Christian Dreißig als auch Jan König lassen Zähne. Dennoch siegen die LippeBaskets 65:56 gegen den TVE Dortmund Barop.

von Isabell Michalski

Werne

, 02.02.2020, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überzeugend konnten die LippeBaskets am Samstag gegen den TVE Dortmund-Barop gewinnen. Besonders Janne Bromisch erwischte einen Sahnetag. Aber die Freude wurde getrübt.

2. Regionalliga (2)

LippeBaskets – TVE Dortmund Barop

65:56

(19:19, 22:12, 13:10, 11:15)

Noch keine zehn Minuten waren gespielt, als die Werner bereits zwei Schockmomente erlitten. Erst knickte Jan König um, spielte allerdings nach kurzer Pause weiter. Im Anschluss kam es zum weitaus schlimmeren Vorfall: Christian Dreißig kämpfte unter dem Korb um den Offensivrebound, als er einen Arm des Gegenspielers unglücklich vor die Mundpartie bekam. Sofort lief er vom Feld als er bemerkte, dass ihm ein Zahn abgebrochen war.

„Wir haben eine gute Reaktion gezeigt“

Kurz nach dem unglücklichen Vorfall schilderte er die Situation: „Mir ist ein Zahn abgesplittert und drei Zähne sind locker.“ Danach verließ der erfahrene Spieler die Halle, zuvor suchte er erneut nach einem möglichen abgebrochenen Zahn auf dem Feld. Diese zwei Verletzungen im ersten Viertel ließen die Werner allerdings nicht aus der Ruhe bringen: „Christian musste früh raus, Jan hat es auch leider wieder erwischt. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt“, sagte Christoph Henke zufrieden nach der Partie.

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Nach diesen Schockmomenten setzten sich die LippeBaskets durch einen stark aufspielenden Janne Bromisch auf 41:31 zur Halbzeitpause ab. Bereits 17 Punkte erzielte der Youngster zur Halbzeit. Der Gast aus Dortmund bekam ihn zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle, sodass der 20-Jährige groß auftrumpfen konnte und Mal um Mal mutig zum Korb zog.

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Im dritten Viertel kam es zur erneuten Schrecksekunde auf Werner Seite. Jan König bekam wie auch im Pokalspiel gegen die BG Dorsten einen Arm eines Gegenspielers ins Gesicht und blutete aus dem Mund. Dennoch kämpften die Mitspieler mit Bravour für die ausgefallenen Mannschaftskollegen. König selbst spielte trotz erneuter Zahnverletzung weiter.

Eine im letzten Viertel löchrige Verteidigung und immer kleiner werdende Bank ließen die Dortmunder Punkt um Punkt aufholen. Als Nils Rospek zu allem Überfluss auch noch technisch foulte und Barop einen Freiwurf zum 57:52 verwandelte und nach einem unsportlichen Foul von Jan König weiter auf 57:54 verkürzt wurde, war die Partie endgültig wieder eng. Christoph Henke erklärt: „In der Phase haben wir uns darauf besonnen, was wir besonders gut gemacht haben. Bälle geklaut und Stopps geholt.“

Besonders stark war das Duo Janne Bromisch und Lukas Wiedey. Letzterer bekam von seinem Trainer ein Sonderlob: „Lukas Wiedey war ein ganz entscheidender Spieler. Er hat sehr gut verteidigt gegen Philipp Ronay Tymm und hat aus seiner Defensive die Energie für die Offensive gewonnen.“

Simon Bennett war es, der mit einem erfolgreichen Dreier eineinhalb Minuten vor Schluss zum 62:54 traf. Im nächsten Angriff rundete Janne Bromisch ein starkes Zusammenspiel gekonnt mit einem Drei-Punkt-Spiel ab. Letztendlich dribbelte Bromisch in den letzten Sekunden die Zeit hinunter bis die Sirene ertönte.

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Während sich die LippeBaskets über den 65:56-Sieg freuten, verließen die Gäste niedergeschlagen das Spielfeld. Johannes Grote, Trainer der TVE Dortmund Barop, sagte nach der Partie: „Wer 56 Punkte macht, der kann nicht gewinnen. Das war deutlich zu wenig.“

Sein Gegenüber, Christoph Henke, war zufrieden mit dem positiven Resultat: „Das Spiel war wie erwartet sehr umkämpft. Ich bin stolz, wie wir den Kampf angenommen haben.“

LBW: Wiedey (7), Brinkmann, Bennett (17/3), Mersch, König (3), Rupprecht (6), Dreißig, Barkowski, Brüggendieck (2), Rospek (6), Bromisch (24/1)

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