Jens Haarseim wird zum „Elfmeterkiller“ und bewahrt den SV Herbern vor dem Rückstand

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Mit einer starken Parade eines Elfmeters verhinderte der Herberner Torwart Jens Haarseim im Spiel gegen den TuS Altenberge den Rückstand. Das war nicht das erste Mal in dieser Saison.

Herbern

, 14.10.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die 34. Minute, als die Anhänger des Fußball-Landesligisten SV Herbern im Spiel gegen den TuS Altenberge die Hände über dem Kopf zusammenschlugen. Nach einem mehr oder weniger missglückten Abwehrversuch von Philip Just zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt: Elfmeter für Altenberge. Doch der Ärger wandelte sich schnell in Jubel: Torhüter Jens Haarseim parierte den Strafstoß sicher und legte so den Grundstein zum späteren 2:1-Sieg.

„Ich denke, den muss man nicht unbedingt geben“, sagt der Elfmeterheld nach dem Schlusspfiff. Auch sein Trainer Holger Möllers war nicht überzeugt von der Schiedsrichterentscheidung: „Das ist 50:50. Aber es sind viele 50:50-Situationen gegen uns gepfiffen worden und wenn man sieht, dass der Siebener von Altenberge sich vorher schon die ganze Zeit fallen lässt, kann man das auch mal laufen lassen.“

Jens Haarseim gibt sich bescheiden

Dass er den dann fälligen Strafstoß halten würde, hatte der Herberner Torwart im Gefühl. Trotzdem gibt er sich bescheiden: „Man sieht das ja auch dem Schützen an. Das war schon ohne Überzeugung getreten und dadurch eben auch schwach geschossen. Da hatte ich dann ein gutes Gefühl.“

Jens Haarseim wird zum „Elfmeterkiller“ und bewahrt den SV Herbern vor dem Rückstand

Jens Herbern konnte in dieser Saison bereits drei Elfmeter parieren. © Jürgen Weitzel

Holger Möllers wollte die Bescheidenheit seines Torhüters nicht durchgehen lassen: „Das hat er schon wirklich sehr gut gemacht. Aber das war ja nicht die einzige Situation. Er hat uns mehrfach mit starken Aktionen im Spiel gehalten und vor dem Rückstand bewahrt.“

Bereits jetzt hat Jens Haarseim drei Elfmeter pariert

Für Jens Haarseim war der Elfmeterpfiff im Spiel gegen Altenberge die erste Aktion, bei der er wirklich eingreifen musste. Das Spiel war meist eher ein Kampf im Mittelfeld, die großen Torchancen bleiben aus. Für den Herberner Torwart kein Problem: „Als Torwart ist man ja immer nur in Momenten gefordert. Deswegen war das für mich kein Problem, dann präsent da zu sein. Das Spiel waren eben 90 Minuten Kampf.“

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Außerdem war es für den erfahrenen Torhüter nicht der erste Elfmeter, den er in dieser Saison gehalten hat. Schon im Pokalspiel gegen den Bezirksligisten TuS Dornberg konnte er zu Beginn der Saison zwei Strafstöße parieren. „Natürlich tut das immer gut, wenn man Elfmeter hält und es freut einen, wenn das öfter gelingt“, sagt er.

„Wir haben zwei herausragende Torhüter“

Von einer besonderen Stärke will Jens Haarseim aber nichts wissen: „Das ist weder eine besondere Stärke, noch eine Schwäche. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich jeden Strafstoß halte.“ Sein Trainer sagt trotzdem: „Das ist schon sehr stark, was er da bisher auf den Platz gebracht hat.“

Aber trotz seiner Qualitäten - Stammtorwart ist Jens Haarseim beim SV Herbern nicht. Schon im Pokalspiel am Donnerstag (17. Oktober) gegen den Landesligisten Spvg. Steinhagen werde Sven Freitag zwischen den Pfosten stehen, verkündete Holger Möllers. „Wir haben zwei herausragende Torhüter, die auf dem selben Niveau trainieren und auch spielen. Die sind absolut gleichwertig. Und so lange das so ist, wird es bei uns keinen Stammtorwart geben.“

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