Knochenbruch: Der SV Herbern muss auf einen Leistungsträger verzichten

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Es ist ein harter Schlag für den SV Herbern: Nach einem unglücklichen Foul im Testspiel gegen den TuS Hiltrup muss der Landesligist wochenlang auf einen Leistungsträger verzichten.

Herbern

, 05.03.2020, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war Holger Möllers, Trainer des Fußball-Landesligisten SV Herbern, mit dem Testspiel gegen den TuS Hiltrup zufrieden. Seine Mannschaft hatte sich gut verkauft gegen den klassenhöheren Gegner und lange dagegengehalten gegen die am Ende dann auch knappe 1:2-Niederlage. Doch was noch viel schwerer wiegt als die Pleite: Ein wichtiger Offensivmann hat sich verletzt.

Die Rede ist von Joe Breloh. Im Testspiel gegen den TuS Hiltrup hat sich der 21-Jährige einen Bruch des Unterarms zugezogen und wird damit vorerst für sechs Wochen ausfallen. Somit wird er seiner Mannschaft sowohl im Derby, als auch in den Spitzenspielen gegen Westfalia Kinderhaus und den SV Mesum fehlen.

Joe Breloh (l.) wird dem SV Herbern vorerst fehlen.

Joe Breloh (l.) wird dem SV Herbern vorerst fehlen. © Jürgen Weitzel

Dabei sah es zu Beginn noch gar nicht so schlimm aus. Ein Hiltruper hatte Breloh während des Testspiels gefoult. „Und dann habe ich mich so komisch gedreht und bin mit meinem ganzen Gewicht auf das linke Handgelenk gefallen“, beschreibt der 21-Jährige die Situation.

Er habe zwar bereits gemerkt, dass irgendwas nicht gestimmt habe, so Breloh: „Aber bis zur Pause habe ich trotzdem ganz normal weitergemacht.“ Als er sein Handgelenk aber nicht mehr bewegen konnte, ging der Weg für ihn doch geradewegs zu Patrick Meistrell, dem Physio der Herberner.

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„Ich habe Patrick dann gesagt, dass es nicht mehr geht“, so Breloh. Als der Arm dann auch noch dick wurde, führte nichts an einem Besuch im Krankenhaus vorbei. „Und da wurde mir dann gesagt, dass der Unterarm gebrochen ist“, erklärt der 21-Jährige niedergeschlagen.

Sechs Wochen Pause bedeutet das. Eine lange Zeit, besonders wenn man die aktuelle Form des Flügelspielers bedenkt. In einer starken Vorbereitung hatte er sich gegen die große Konkurrenz in der Herberner Offensive durchgesetzt und in die Startelf gespielt.

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„Das tut mir natürlich total Leid für den Jungen“, sagt auch sein Trainer Holger Möllers. „Er hat zuletzt wirklich gut gespielt und seine Sache ordentlich gemacht. Aber so ist der Fußball leider.“

Das weiß auch Joe Breloh selbst. „Ich spiele jetzt seit meiner Kindheit Fußball und habe mich nie verletzt“, sagt er. „Irgendwann musste das wohl mal passieren. Ärgerlich ist es natürlich trotzdem, aber da kann man jetzt nichts machen.“

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Doch auch wenn er nicht selbst auf dem Spielfeld steht: Das Derby will sich Joe Breloh natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. „Da will ich auf jeden Fall kommen“, sagt der 21-Jährige. Also vorausgesetzt, mich kann jemand fahren. Das geht mit dem gebrochenen Arm nämlich auch nicht.“

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