Kopfschmerzen bei der Kaderplanung der Damen des SV Herbern

hzSV Herbern

Einen neuen Trainer haben die Damen des SV Herbern bereits gefunden. Der hat aber direkt ordentlich zu tun. Die Kaderplanung macht dem Landesligisten ordentlich Probleme.

Herbern

, 15.05.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erleichterung war groß bei den Damen des SV Herbern als sie endlich einen Trainer für die kommende Saison vorstellen konnten. Mit Detlef Mack kommt ein erfahrener Coach zum Fußball-Landesligisten, der die Mannschaft nach zwei turbulenten Jahren in ruhigere Fahrwasser bringen soll. Doch aktuell zeichnen sich bereits die ersten Probleme ab.

Jetzt lesen

Denn die Kaderplanung ist beim Landesligisten alles andere als leicht. Bereits vor einigen Wochen hatte Kapitänin Laura Brockmeier ihren Abschied angekündigt. Damit wird sie aber wohl nicht die einzige bleiben, kündigt Toni Brockmeier, Verantwortlicher bei den Herbernerinnen, an: „Es gibt einige erfahrene Spielerinnen, die möglicherweise ihre Prioritäten anders legen werden. Da wird schon etwas weg brechen bei uns.“

Zwar rücken in Herbern auch einige Spielerinnen aus der B-Jugend nach, allerdings ist auch das nicht ganz einfach. „Die Mädels sind sehr jung. Wenn jetzt die erfahrenen Spielerinnen wegbrechen, müssen sie einspringen. Aber das ist keine leichte Aufgabe“, so Brockmeier.

Einige Gespräche wurden mit dem aktuellen Kader zwar bereits geführt. Aber dennoch: „Es ist nicht so einfach, wenn man sich nicht gegenüber sitzen kann. Da ist die Dynamik eine ganz andere und es ist viel komplizierter, auch mal mit der Mannschaft zusammen zu sprechen.“

Schwierige Suche nach externen Neuverpflichtungen

Auch die Suche nach externen Neuzugängen gestaltet sich durchaus schwierig - und das, obwohl beim SV Herbern die am höchsten spielende Damenmannschaft der Region aufläuft. Toni Brockmeier erklärt: „Wir haben sicherlich den Nachteil, dass Herbern sehr schwer zu erreichen ist für einige. Das schreckt sicherlich auch ab.“

Jetzt lesen

Zudem macht er einen Unterschied zwischen Männer- und Frauen-Fußball fest. „Bei den Männern ist es ja durchaus so, dass die Spieler weitere Entfernungen auf sich nehmen“, so Brockmeier. „Bei den Frauen passiert das auf jeden Fall seltener. Die bleiben meist eher in ihrer Ecke.“

Und auch die anderen Vereine in der Umgebung haben ähnliche Schwierigkeiten, berichtet Brockmeier: „Man hört sich dann ja auch mal um. Denen geht es auf jeden Fall allen sehr ähnlich wie uns.“

Dass es aktuell nicht ganz einfach ist in Sachen Kaderplanung, habe man dem neuen Trainer Detlef Mack von Anfang an gesagt: „Wir haben ihm die ganze Zeit reinen Wein eingeschenkt. Er kennt die Probleme und wird sie mit uns gemeinsam angehen.“

Lesen Sie jetzt