LippeBaskets-Hallensprecher Sebastian Bressler: Ein Spiel entfachte seine Liebe zum Basketball

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Aus Langeweile ging Sebastian Bressler zu einem Spiel der LippeBaskets Werne. Warum der Hallensprecher nicht die beste Grundlage für seine heutige Aufgabe hatte – und den Sport in der Schule hasste.

Werne

, 14.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Ende der 90er Jahre, Anfang der 2000er: Ein Student denkt sich: „Ich habe heute nichts anderes vor. In der Zeitung stand doch, dass heute ein wichtiges Spiel ist. Komm, gehe ich mal zum Basketball.“ Und das tat Sebastian Bressler. Seitdem war der heutige Hallensprecher der LippeBaskets Werne dem Basketball verfallen.

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„Von da an hat alles seinen Lauf genommen. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, das könnte meine Leidenschaft werden“, sagt Bressler. Mittlerweile ist der leidenschaftliche Fußballer, der in der zweiten Mannschaft von GS Cappenberg spielt, so weit zu sagen: „Ich gucke mir lieber ein gutes Basketball-Spiel als Fußball an.“

Während der Schulzeit sah das noch ganz anders aus. „In der Schule habe ich Basketball gehasst. Damals mochte ich noch nicht, dass Körperkontakt verboten war. Als ich das erste Mal in der Halle war, hat sich das aber gewandelt.“ Nach seinem ersten Spiel bei den LippeBaskets war Bressler erst nur als Zuschauer dabei.

2003/2004 wurde der 38-Jährige Mitglied des Fanclubs „6th Man“, den es seit 2012 aber nicht mehr offiziell gibt. Der Fanclub machte sich einen Namen in der Fanszene. Noch heute werde er hin und wieder darauf angesprochen. „Wir wollten einen gewissen Standard bei den Heimspielen hinbekommen. Dazu gehörte auch ein DJ und Hallensprecher.“

Bressler ist nicht nur Hallensprecher der LippeBaskets

Seit 2009 ist der Bressler Hallensprecher. An die Tätigkeit habe sich der Werner aber erstmal herantasten müssen. „Präsentationen in der Schule waren früher nichts für mich.“ Mittlerweile falle es ihm leichter, in der Halle vor Menschen zu sprechen. „Ich habe viele Textpassagen drin. Früher war ich vor jedem Spiel voll aufgeregt.“

Bressler ist aber mittlerweile weit mehr als nur der Hallensprecher der LippeBaskets. An Heimspieltagen ist er schon morgens beim Aufbau in der Halle dabei. Dort müsse unter anderem jedes Mal das Mikro neu eingestellt werden. Während der Partien brauche man auch jemanden an der Musikanlage, der die Jingles einspielt und den Boden wischt.

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„Es gibt kein festes Team. Es kann auch sein, dass ich alleine bin und bis kurz vorm Spiel nicht geklärt ist, wer kommt. Aber wir sind nur ein Amateurverein.“ Einer der wie Bressler bei jeder Begegnung dabei ist, ist Thomas Rupieper. Der Mannschaftsbetreuer ist der verlängerte Arm von Männer-Trainer Christoph Henkel und eine weitere gute Seele des Vereins.

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„Das ist meine Leidenschaft. Das geht leicht von der Hand. Wenn ich etwas mache, dann richtig“, sagt Hallensprecher Bressler.

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